Orden und Militaria bis 1918
214 | 4291 Prinz Alfons von Bayern (1862 - 1933) - sogenannte „Rote“ Uniform des Hausritterordens vomHl. Georg als Großprior des Ordens Schiffhut aus schwarzem Seidenmohair mit weißem Straußenfeder- besatz. Silberne Hutagraffe und Bouillonfüllung in den Hutspitzen. Agraffe von einem silbernen Knopf mit Georgskreuz gehalten, dar- unter das Seidenband in den Farben des Ordens. Weißes Seidenfutter mit der Herstellerbezeichnung „J.N. Würbser, München“ und der in Gold eingeprägten Chiffre des Prinzen Alfons. Dazu der lederne Auf- bewahrungskoffer mit hellblau-violettem Seidenripsfutter. Hut und Koffer partiell etwas berieben, leicht fleckig normale Gebrauchs- und Altersspuren. Ein Paar außergewöhnlich schön erhaltene silberne Epauletten (ge- ringfügig gedunkelt), Schieber und Feld silbern bestickt, darauf jeweils drei Rangsterne in der Form eines Georgskreuzes für den Rang der Großprioren und Großkomture, scharlachrotes Futter, silbergestickter Halbmond, Silberbouillons. Dazu ein alter Karton. Uniformfrack aus rotemTuch, weiße Ärmelaufschläge und Schoßfutter sowie eingeknöpfte Rabatte. 14 silberne Knöpfe mit St. Georgskreuz, jeweils zwei an den Ärmelaufschlägen und sechs an den Schoßtaschen- klappen bzw. vier auf den Schoßleisten. Auf der linken Brustseite zwei Ordensschlaufen (Hubertus-HO, Georg-HO) und rechts eine Schlaufe (spanischer HO). Weißes Seidenfutter. Nahezu makellos erhaltenes, farbfrisches Tuch, helle Partien leicht gedunkelt. Lange weiße Tuchhose (partiell leicht fleckig, unauffällig) mit silbernen, rot durchzogenen Lampassen. Dazu die lange schwarze Trauerhose mit schwarzen Knöpfen („G.Schöllhorn München“). Ein Paar weiße Wildlederhandschuhe und ein Paar weiße Stoffhandschu- he (leicht fleckig). Degen mit gegrateter Klinge, in der oberen Hälfte Ätzdekor auf gebläutem Fond, teilvergoldet, silbernes Degengefäß, Perlmuttgriffschalen, auf dem Stichblatt reliefierte Darstellung St. Ge- orgs mit dem Drachen kämpfend, Klingenlänge 76 cm. Silberportepee mit karmesinroten Durchzügen und gesticktem Ordenskreuz auf dem Schieber. Schwarze Lederscheide mit versilberten Beschlägen. Dazu schwarze Degentasche (kleine oberflächliche Fehlstellen) an textilem Trageband sowie Aufbewahrungshülle aus weißemWaschleder. Prinz Alfons von Bayern wurde am 24.4.1880 - nach dem Erreichen der Volljährigkeit - als Großprior ad honores in den zweithöchsten bayerischen und berühmtesten aller Georgsorden aufgenommen. Die Insignien des Ordens erhielt der Prinz am selben Tag vom Ordens- Großmeister und Oberhaupt des Kgl. Hauses Wittelsbach S. M. König Ludwig II. Die Kette ist imOrdensschatz aufbewahrt. Der Orden exis- tiert als Hausorden des Hauses Wittelsbach bis heute und wird in den Klassen Großprior, Großkomtur, Komtur und Ritter verliehen. Die Ordenskreuze werden vom 8.12. bis 23.4. mit der Jungfrau Maria, in der übrigen Zeit mit dem Heiligen Georg nach außen getragen.
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