Kunst und Antiquitaeten - Antiken, Asiatika und Russische Kunst
46 | 27 Illyrischer Helmmit Merkmalen korinthischer Helme der Lamia-Gruppe, 5. Jhdt. v. Chr. Später illyrischer Helm der dritten Stufe mit einem geschwungenen Grat, der den oberen Teil der Kalotte markant absetzt, ähnlich ko- rinthischen Helmen der Lamia-Gruppe. Durch diesen Grat wird vorne ein Stirngiebel gebildet, in dessen unterem Abschnitt nahe demRand ein Niet zur Befestigung des Helm- busches sitzt. Die Wangenschirme markant weit nach unten und vorne gezogen und leicht nach außen schwingend, ähnlich den korin thischen Helmen der genannten Gruppe. Das Gesichtsfeld wie für illyrische Helme typisch rechteckig ausgeschnitten, hier mit einem glatten Rand, der jedoch durch ein fein ein geritztes ionisches Kymation verziert ist, das sich auch entlang der Unterkanten der Wan- genschirme weiterzieht. Zwischen den Wan- genschirmen und dem nach hinten ausgestell- ten Nackenschirm ein markanter, spitzer Einzug. Entlang des Scheitels der Kalotte, beginnend und endend mit dem markanten Grat, zwei parallele Wülste, die einerseits die Kalotte stabiler machen und andererseits der Aufnahme des Helmbusches dienten. Höhe ca. 26 cm. Breite ca. 17 cm. Kleine Risse an der Unterkante des rechten Wangen- schirms. Brüche und Risse von innen her stabilisiert. Geringfügige Ergänzungen am Hinterteil der oberen Kalotte, sonst hervor ragend erhaltene Originalsubstanz mit grüner Patina und leichten Inkrustationen. Ausgesprochen schöne und optisch attraktive Mischform eines griechischen Helmes. Provenienz: Österreichische Privatsamm- lung.
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy NDA0OTk=