Antike Waffen und Ruestungen aus aller Welt
212 | 3311 Bedeutende, eisengeschnittene Waidpraxe, Umkreis Gottfried Leygebe, Berlin, datiert 1669 Kräftige Rückenklinge mit beidseitig doppel ter Kehlung und Linsenschliff. Feine Zier ätzung mit jagdlichen Motiven zwischen Blütenranken. Auf der Klinge Ätzer(?)-Signa tur „Christopherus Peder Zöchmanspurger, Anno 1669 concortianes”. Kleiner Defekt in der Mitte der Schneide. Eiserne Parierstange, die Arme jeweils in Form eines springenden Einhornes geschnitten. Das terzseitige Stich blatt mit Darstellung eines Einhorns im Kampf mit einemWolf. Eiserne Hilze in Form eines hockenden Löwen. Lederbezogene Holzscheide mit reich getriebenen eisernen Beschlägen. Eingestecktes dreiteiliges Be steck mit Griffen in Form von hockenden Löwen. Jeweils einteilig integral geschmiede tes Messer, zweizinkige Gabel und Pfriem bzw. Wetzstahl. Die Spitzen von Messer und Pfriem abgebrochen. Auf dem Rücken der Scheide halbplastisch aufgelegte Schlange und Krokodil. Rückseitig vernietete kantige Tra geöse. Länge 48 cm. Gottfried Christian Leygebe (1630-83), deut scher Bildhauer, Eisenschneider, Kupfer stecher, Medailleur und Stempelmacher. Zunächst als Stempelmacher in Nürnberg, ab 1668 als kurfürstlicher Münzstempelschnei der in Berlin tätig. Bekannt auch für seine Degengefäße mit plastisch geschnittenen Tierfiguren. Eine von ihm geschnittene eiser ne Figur des Hl. Georgs befindet sich in der Sammlung des Grünen Gewölbes in Dresden.
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