Kunst und Antiquitäten - Antiken, Asiatika und Russische Kunst

66 | dienten. Im vorderen Zwickel der Wangenschützer ein Loch zur Ver- schnürung des aufgesetztenHelms (links original, rechts ergänzt). Rund um die gesamte Helmkante eine Borte aus punzierten Pseudonieten. Oberhalb der Ecke des linken Wangenschutzes eine antike Reparatur mit zwei aufgenieteten Blechstreifen. Die Kanten der Wangenschützer partiell ausgebrochen, nur am linken Wangenschutz ergänzt. Weit über 95 % originale metallische Substanz. Brüche im unteren Teil der Wan- genschützer und Risse imHelm fachmännisch stabilisiert. Eindrucksvoller Helmmit selten erhaltenen technischen Details. Maße ca. 25 (Höhe) x 22 (Tiefe) x 21 cm (Breite). Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung. 36 Illyrischer Bronzehelm, Typ III B, Griechenland, 5. Jhdt. v. Chr. Aus einem Stück getriebener Helm eines griechischen Hopliten mit schöner grüner Patina. Halbkugelige Kalotte mit trapezoidemGesichts- ausschnitt und nach unten gezogenemNackenschutz, dessen Rand hori- zontal nach außen gestellt ist. Zwischen Nackenschutz und festemWan- genschutz ein spitzwinkliger Zwickel. Die tief nach unten gezogenen Wangenschützer hinten auswärts gewölbt und vorne minimal ausgezo- gen. Über die Kalotte hinweg eine leicht erhöhte und seitlich durch zwei Grate begrenzte Bahn für den Helmbusch. Bemerkenswert sind die selten erhaltene hintere Öse und ein Niet auf der Stirn, jeweils mittig unterhalb des Endes der Bahn, die zur Verzurrung des Helmbusches

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