Schusswaffen aus fuenf Jahrhunderten

72 | 2058 Ein Paar verbeinte Radschloss­ büchsen, süddeutsch, um 1680 Schlanke achtkantige, mittig leicht eingezoge- ne Läufe mit sechsfach gezogenen Seelen im Kaliber 10 mm. Eingeschobene Visierungen mit fein gravierten und durchbrochenen Kim- men. Die Schwanzschraubenblätter numme- riert „1” bzw. „2”. Schlösser mit halb innenlie- genden Rädern. Die Schlossplatten mit fein gestochener Darstellung der sitzenden Göttin Diana mit zwei Jagdhunden, auf dem Radge- häuse zwei Tritonen. Die Hähne mit eroti- schen Szenen dekoriert. Abzüge mit justierba- ren Stechern. Vollschäfte aus Nussbaumholz mit reichen Einlagen aus graviertem und ge- schwärztem Bein mit verschiedenen jagdli- chen Szenen und Wilddarstellungen. Vor den Abzugsbügeln jeweils eine ovale Plakette mit Fortuna. Kolben mit Kolbenkästen. Kolben- platten aus hellem Horn. Hölzerne Ladestö- cke mit Beindoppern. Die spätere Lackierung der Schäfte stellenweise verkratzt, kleine Er- gänzungen an den Vorderschäften im Bereich der Laufstifte. Ein Ladestock mit vorderer Ladestockröhre gut ergänzt. Länge je 104 cm.

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