Schusswaffen aus fuenf Jahrhunderten

| 67 Verschiedentlich wurden Waffen aus der Gewehrkammer von Schloss Ettersburg bereits im späten 19. Jhdt. angeboten und die Verkäufe dau- erten bis in die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg an. In der Auktion des Hauses Fischer/Kahlert aus dem Jahr 1927 (Los 73) fand sich bereits ein Radschlossgewehr, welches, wie das hier vorgestellte, komplett mit Hirschhorn belegt war und das ein Emaille-Medaillon imKolben trug. Radschlosswaffen, welche komplett mit rauem, weitgehend naturbelas- senem Hirschhorn belegt waren, kamen in den Jahrzehnten zwischen der Mitte des 17. Jhdts. und dem frühen 18. Jhdt. in Deutschland in Mode. Die wenigen erhaltenen Exemplare legen die Vermutung nahe, dass das Produktionszentrum für solche Waffen in Augsburg lag. Eine vergleichbare Waffe befindet sich heute im Bayerischen National­ museum in München (Inv.-Nr. W994). Vgl. auch Auktion Hermann Historica in Brüssel, 13.12.2011, Los 147. 2056

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