Schusswaffen aus fuenf Jahrhunderten

60 | feinen Beineinlagen (kleine Fehlstellen). Ein liegender Löwe und wei- tere Tiere umgeben von feinem Spanwerk. Gut restaurierte Ausbrüche im Bereich des Abzugsbügels, dieser wohl alt ergänzt. Fein gravierte Ladestockröhrchen, originaler Ladestock mit Dopper aus graviertem und vergoldetemMessing. Länge 106 cm. Der Stil des Schafts kann fraglos dem bekanntenMeister der Tierkopf- ranke zugewiesen werden, dessen Arbeiten zwischen 1624 und 1659 nachweisbar sind. Es wird heute vermutet, dass er am kaiserlichen Hof in Wien tätig war. Seine Arbeiten befinden sich in vielen bedeutenden internationalen Sammlungen, so z.B. in den Beständen des Metropoli- tanMuseums in NewYork. Vgl. Hayward, J. F., „The art of the gunma- ker”, Band I, S. 98 f. Provenienz: Czerny’s Auktionen, Juni 2012, Los 991. 2054 Bedeutende jagdliche Luxus-Radschlossbüchse, Meister der Tierkopfranke, Österreich, um 1640/50 Achtkantiger, mittig leicht eingezogener Lauf mit 16-fach gezogener Seele im Kaliber 15,5 mm. An der Mündung und über der Kammer reich reliefierte und durchbrochen gearbeitete Auflagen aus feuerver- goldetem Messing. Schloss mit halb innenliegendem Rad, die eiserne Abdeckung durchbrochen gearbeitet. Schlossplatte und Kolbenfachde- ckel mit fein durchbrochenen Auflagen aus vergoldetemMessing. Dar- stellung von Fabelwesen zwischen Blattranken. Die Schlossinnenseite original brüniert, die Hauptfeder gebläut. Abzug mit Stecher, rastet nicht ein. Extrem reich verschnittene Schäftung aus ebonisiertemHolz. Darstellung verschiedener heimischer und exotischer Wildtiere sowie Fabelwesen zwischen Blattranken. Auf der Wange eine Plakette mit

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