Schusswaffen aus fuenf Jahrhunderten

| 201 2204 Sattelholster für eine Radschlosspistole, deutsch, um 1600 Dünnwandig geschnitzter Korpus aus Lindenholz mit vernähtem Be- zug aus kräftigem braunen Leder. Am oberen Rand Reste des vernäh- ten Gurtzeugs. Länge 36,5 cm. 284341 II - III € 500 2205 Pulverprüfer, Antoine Giraud in St.-Étienne, um 1800 Eiserne Auflage mit kurzem, senkrechtem, oktagonalem Kamin und beweglichem, gefedertem Prüfrad mit Skalierung 1 bis 14, Rad, Feder und Kamin brüniert. Glattes Schloss, auf der Schlossplatte signiert. Schaft aus Nussbaumholz mit glatter, eiserner Garnitur. Metallteile stellenweise leicht fleckig Länge 24 cm. 284643 II € 600 2202 Geschnittener Flintenlauf, Domenico Bonomino in Brescia, um 1700 Über der Kammer oktagonaler, nach geschnittenem Baluster in rund übergehender Lauf im Kaliber 15,5 mm. Vor dem Baluster Akanthus- dekor, auf der Oberseite silberne V-Kimme, dahinter Signatur. Am Laufansatz Maskaron unter Tropaion, Schwanzschraubenblatt en suite graviert. Oberfläche gereinigt und stellenweise narbig. Sammlungsan- hänger aus Messing. Länge 92,5 cm. 284286 II - € 900 2203 Lauf, Schloss und komplette Beschlagteile einer Steinschloss- Prunkflinte aus dem Besitz des bayrischen Kurfürsten Max Emanuel, datiert 1715 Achtkantiger, nach geschnittenem Baluster runder und glatter, langer Lauf im Kaliber 17 mm mit silbernem Spinnenkorn und unterseitiger Ladestockhalterung. Reliefiert fein geschnittenes Schwanzschrauben- blatt und goldgefüttertes Zündloch. Über der Kammer jeweils in Gold eingelegt stehende Minerva zwischen Rankendekor und Signatur „HEINRICH JANSSENS IN MYNCHEN 1715”. Im Lauf der origi- nale Holzladestock (Dopper fehlt) mit eisernemKugelzieher. Dazu das schön erhaltene, wiederholt signierte und fein geschnittene Stein- schloss mit reliefierter Schlossplatte aus feuervergoldeter Bronze. Bei- liegend die kompletten Beschlagteile aus feuervergoldeter Bronze wie Schlossgegenplatte, Abzugsbügel, zwei Ladestockröhrchen, vier Kol- benbeschläge und Daumenplatte. Auf letzterem das kurbayrische Wappen unter Kurhut. Lauflänge 118,5 cm. Fein erhaltene Garnitur einer Prunkflinte, deren Schaft durch einen Brand stark beschädigt wurde. 285814 II € 800 2203 2203

RkJQdWJsaXNoZXIy NDA0OTk=