Internationale Orden & militaerhistorische Sammlungsstuecke
54 | 4039 4039 Napoleon I. – eigenhändige Notizen zur Truppenorganisation, 1809 Tinte auf Papier, erste Seite oben links alt be- schriftet „de la main de l Empereur”. Sechs Blätter im Folioformat mit sechs beschrifteten Seiten. Napoleons Notizen über die Organisa- tion des Elite-Grenadierkorps (oder Oudinots Grenadierkorps). Sie zeigen Regiments- und Bataillonsnummern sowie Truppenstärken und bestehen im Wesentlichen aus Zahlen, mit einer halben Seite Text: „Es gibt 46 Regi- menter, 2 werden eingezogen, 1 wird ge strichen, 43 Regimenter bleiben übrig. Es fehlen 5 Kompanien, um 8 Regimenter zu bilden ...” usw. Die zweite Seite beginnt mit „Mayance” (Mainz). Für Napoleons Feldzüge gegen Österreich und Russland war Mainz Hauptquartier der Rhein-Départements und wichtiger Truppensammelplatz. 282487 II € 600 4040 Napoleon I. – eigenhändig signierter Brief, Vitebsk, 1.8.1812 Tinte auf Papier. Ein Blatt, beidseitig be- schrieben. Berthier ist für die Übermittlung von Nachrichten und Anweisungen an den Herzog von Tarent (Macdonald) zuständig: Die Belagerungsausrüstung soll in Tilsit sein, General Campredon soll die Belagerung in Riga leiten, General Chasseloup soll die Zahl seiner Genie-Offiziere auf 20 vervollständi- gen etc. Außer den Anweisungen zur Vorbe- reitung einer Belagerung von Riga äußert sich Napoleon zur Präsentation von zehn „decora- tions de la légion” (Orden der Ehrenlegion) nach der „Operation Preußen”, die Napoleon zufriedenstellte. 282488 II € 500 4041 Napoleon I. – eigenhändig signierter Brief, Vitebsk, 7.8.1812 Tinte auf Papier. Ein Blatt, beidseitig be- schrieben. Napoleon gibt über Berthier den Befehl zur Organisation der Kavallerie: „Ich sehe, dass die auf dem Marsch befindlichen Truppenteile aus 9800 Männern und 8600 Pferden bestehen, das sind 1200 Mann mehr als Pferde. Es ist notwendig, dass Sie den Be- fehl geben, dass all diese Männer in Berlin bleiben, um sich selbst auszurüsten ...”. Im Berliner Depot sei die größte Anzahl Pferde in gutem Zustand. Die kleinen Depots in Hannover, Insterburg, Kowno, Minsk und das neue Depot in Lepel seien weniger gut ver- sorgt, usw. 282490 II € 500 4042 Napoleon I. – eigenhändig signierter Brief, Vitebsk, 7.8.1812 Tinte auf Papier. Ein Blatt, beidseitig be- schrieben. Brief an den Stabschef Berthier zu den Bewegungen der Armee von Oudinot, die am 1.8. bei Oboiarszina siegreich war. Berthier wird beauftragt, dem Herzog von Reggio (Oudinot) das Kanonenfeuer „zu unserer Linken” aufgrund der Bewegungen von Macdonalds Truppen zu erklären, ihm mitzuteilen, „dass der Adjutant Philipow ... auf dem Weg nach Vilna nicht ausgetauscht werden kann, da er ... unsere Marschbewegun- gen gesehen hat”. Konkrete Befehle bezüglich der Artillerie folgen: „Bitten Sie ihn, die Regi- mentsartillerie so zu belassen, wie sie gebildet wird ...”. Außerdem geht er auf die Kürassiere ein und den Kampf gegenWittgensteins Trup- pen. Am 17.8. konnten Oudinot und Gouvion- St-Cyr einen russischen Angriff unter Witt- genstein in Polotsk abwehren. 282489 II € 400 4043 Napoleon I. – eigenhändig signierter Brief, Vitebsk, 12.8.1812 Tinte auf Papier. Ein Blatt, beidseitig be- schrieben. Durch Berthier warnt Napoleon den Herzog von Reggio (Oudinot), „... dass Truppen von Wittgensteins Korps auf dem Vormarsch nach Nevel und Velij sind, ... dass ich mein Hauptquartier in Doubrowna ... am 20. haben werde, und dass die Armee auf dem rechten Ufer des Borysthène nach Smolensk marschieren wird, dass es in Vitebsk nur eine Garnison von 3000 Mann gibt, dass es daher notwendig ist, dass Sie diesen Ort immer ge- gen Wittgenstein verteidigen...”. 282491 II + € 400
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