Internationale Orden & militaerhistorische Sammlungsstuecke
332 | 4437 Tropenhelm der Schutztruppe für Angehörige der Kaiserlichen Marine/Seebataillone in den Kolonien, um 1900 sowie Feldbinde für Militärärzte Zusammengestellt. Helmglocke aus Kork, mit weißem Leinenstoff be zogen, dunkelgrünes Seidenfutter, Lederschweißband, im Korpus ein goldenes bekröntes Wappen mit sächsischem Rautenschild und Devise des Hosenbandordens. Geprägtes mattgraues Leichtmetall-Emblem in Form des Reichsadlers, mit Ankern, an drei Doppelsplinten, seitlich am Korpus eine Reichskokarde für Unteroffiziere. Dazu eine Feldbinde für Militärärzte mit vergoldetemMessingschloss (ohne Gegenschließe) und Band aus goldenemGespinst mit dunkelblauemTuchfutter (Fehlstellen), Länge 100 cm. Unvollständig, teilweise beschädigt, Altersspuren. 280215 III € 500 4438 4438 Abendgesellschaftsanzug aus dem Besitz von Kapitän leutnant Kurt Böcking Elegante, dunkelblaue Messejacke, Tuch in feinster Offiziersqualität, komplett mit allen Effekten, auf dem Ärmel die Rangstreifen als Kapitänleutnant, darüber die vergoldeten Kaiserkronen, vergoldete Knöpfe mit dem bekrönten Anker. Schwarzes Seidenfutter, in der Innentasche das schön erhaltene Schneideretikett „C. Bartling & Söh- ne” mit Trägername „Böcking, Leutnant z. See, 5. 9. 1907”. Komplett mit kleiner Knopfschließe mit Kettchen. Dazu die passende Weste mit dem gleichen Trägeretikett. Leichte Trage- und Altersspuren. Kurt Böcking diente 1909 auf dem Torpedoboot „S 148”, zu Kriegs beginn 1914 als Oberleutnant zur See auf S.M. kleiner Kreuzer „Kol- berg”, später als Wach- und Torpedooffizier auf S.M.S. „Regensburg”. 1917 Versetzung zur Mittelmeer-Division, zuletzt deutscher Komman- dant der türkischen Marine-Schule in Halki (bei Konstantinopel) bis Kriegsende. Anbei in Fotokopien drei Auszüge aus den Marine-Rang- listen. 280251 II € 2.000 4439 Marine-Oberstabsarzt Dr. Emil Sähn – Epauletten, Schulter- stücke und kaiserliches Patent von 1916 Ein Paar Epauletten für einen Marine-Stabsarzt aus dunkelblauem Samt mit schwarzrot durchzogener silberner Tresse, goldenem Halbmond und Kantillen, Äskulapstab und Sternen, mit Polster im Originalkarton (Bezug etwas wellig, kleine Risse). Außerdem ein Paar geflochtene Schulterstücke zum Einnähen für einen Marine-Ober- stabsarzt, violettes Samtfutter. Dazu ein weiteres, ranggleiches Paar (ein Schulterstück ohne Äskulapstab und Knopf) sowie ein Paar Schul- terstücke für einen Marine-Assistenzarzt. Ferner eine verschnürte Feldbinde für Admirale im Sanitätswesen mit feuervergoldetem Bunt- metallschloss, darauf der Anker mit Kaiserkrone und Chiffre „W”, der umlaufende Lorbeerkranz mit zusätzlichen Äskulapstäben, das Band aus Silbergespinst mit farbigen Durchzügen und breiten goldenen Einfassungen, dunkelblaues Tuchfutter, komplett mit beiden Schiebern und Gegenhalt. Weiterhin das Patent für Dr. Emil Sähn als Marine- Oberstabsarzt der Reserve vom 16.12.1916 mit großer Originalunter- schrift von Kaiser Wilhelm II. (Bleistift). Außerdem Angaben zum Lebenslauf und Fotos des Trägers in Kopie. Partiell leicht beschädigt, Altersspuren. Dr. Emil Sähn wurde am 11.7.1869 inWulfen auf Fehmarn geboren und diente auf dem Panzerkreuzer SMS Fürst Bismarck. Provenienz: Direkt aus Familienbesitz. 278599 II € 880 4440 Schärpe für Marineoffiziere/Admirale Schärpe nach Art der Husarenoffiziere mit silbernen Pfeifen und Quasten, der silberne Gürtel und Kantschnüre jedoch abweichend schwarz-rot (Reichsfarben) durchzogen. Weißes Seidenfutter, lederner Verschlussgurt. Sehr selten. Laut „Zienert, Unsere Marineuniformen” wurden diese Schärpen um 1880 getragen. 251807 II € 380
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