Internationale Orden & militaerhistorische Sammlungsstuecke
262 | 4339 Monumentale silberne Reiterfigur zu Ehren des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm (1620-88), deutsch, um 1900 Silber, am Fuß die Feingehaltspunze „800” und barocke Pseudomarken. Runder, hoch ge- wölbter Fuß, reich reliefiert mit bekröntem Szepter-Wappen (vgl. Schwedter Dragoner) zwischen Palmzweigen, Trophäen und Früch- ten, auf der Gegenseite eineMuschel zwischen Trophäen. Glatter Schaft, darauf eine kreis- runde, reich mit Pflanzenmotiven reliefierte Bodenfläche. Darüber erhebt sich in detail- liert ausgeführter vollplastischer Ganzfigur ein sich aufbäumendes Pferd, darauf ein mili- tärischer Reiter der 2. Hälfte des 17. Jhdts. mit Kürass, Koller, Schärpe, Reitstiefeln, feder geschmücktem Hut und Degen (Gefäß und unterer Teil der Scheide fehlen). Detailliert geschnitztes Elfenbeingesicht (Haarrisse). Am Zaumzeug fünf eingelassene blaue/grüne Steine. Partiell leicht beschädigt. Höhe 73 cm, Gewicht 5,88 kg. Kurfürst Friedrich Wilhelm führte Branden- burg aus dem Dreißigjährigen Krieg, baute es wieder auf und sorgte dafür, dass sich das da- mals kleine Land neben seinen großen Nach- barn behaupten konnte. Am 25.6.1675 schlug ein brandenburgisches Heer unter seiner per- sönlichen Führung in der Schlacht von Fehr- bellin die Schweden entscheidend. Nach die- sem Sieg wurde ihm durch seine Zeitgenossen der Beiname „Großer Kurfürst” verliehen. In Folge dieses Sieges eroberte Brandenburg bis 1678 ganz Schwedisch-Pommern.
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