Aus Burgen und Schlössern - Ausgesuchte Kunst und Kunsthandwerk von der Antike bis ins 20. Jhdt.

72 | 21 Vier exzellent erhaltene silberne Phalerae, awarisch, mittlerer Donauraum, 8. Jhdt. Vier vorzüglich gearbeitete runde Phalerae. Zwei zeigen das gleiche Motiv, ein nach rechts schreitendes geflügeltes Fabel- wesen mit Greifenkopf. Während die Details der Körper fein ausgearbeitet sind, ist der Hintergrund frei. Rahmung mit Punktreihen und Wellenlinie. Ein drittes Medallion zeigt ei- nen Löwen auf einer Hirschkuh im Kreis. Beide Tiere nach links. Die vierte und größte Phalera ist zugleich die aufwen- digste: diesmal ist es wieder das geflügelte Fabelwesen mit Greifenkopf, das einen Hirsch erlegt. Mit äußerst fein gear- beiteter Fellstruktur beider Tiere. Der Hintergrund durchge- hend fein punziert. Rückseitig jeweils vier kleine Ösen zum Aufnähen der ver- zierten Silberscheiben. Intakt. Durchmesser 5,4 cm, 5,4 cm, 6,3 cm und 6,8 cm. Vorzüglich gearbeitetes und außergewöhnlich seltenes Set, das in seiner Ikonographie Anklänge an Motive aus dem Goldschatz von Nagyszentmiklós zeigt! Provenienz: Aus alter Wiener Privatsammlung.

RkJQdWJsaXNoZXIy NDA0OTk=