Aus Burgen und Schlössern - Ausgesuchte Kunst und Kunsthandwerk von der Antike bis ins 20. Jhdt.
69 | fenden Ort wäre eine der Muttergottes geweihte Kirche zu erwarten. Gold und vergoldetes Silber, stellenweise leicht be- rieben. Vollkommen intakt. Seltenes und künstlerisch heraus- ragendes Zeugnis privater Frömmigkeit. Höhe 4,1 cm, Durch- messer 3,3 cm, Dicke 0,9 cm. Gewicht 16,7 g. Publiziert in: Andreas Rhoby, „TheMother of GodGarzulio- tissa”, in: H. Belting – F. Stroth (Hrsg.), The History of Early Christian and Byzantine Art in 100 Alternative Objects (im Druck). Provenienz: Aus einer in Süddeutschland aufbewahrten Pri- vatsammlung. Erworben in den 1970er bis 1980er Jahren im Kunsthandel. auf die Schulter gesenkt, die Arme verschränkt, in der Brust eine klaffende Öffnung. Auch hier findet sich am Rand eineUmschrift: ΖΩΟI ΜΕX(PICTO)CΚΑΝΕΝΕΚΡΩΘΙ ΞΙΛΟ = Lebendig macht mich Christus, auch wenn er am Kreuz gestorben ist. Umschriften finden sich auch amSeitenrand des Anhängers: ΕΛΕΟΝ ΑΓΝΗC ΤΗC ΓΑΡ ΖΟΥΛΗΩΗCCΙC = Erbarmen der reinen Suliotissa/Garzuliotissa, und ΔΕΗCIC ΤΗC ΔΟΥΛΗC ΤΟΥ Θ ( EO)Υ ΚΑΛΗC Τ [ ΗC ] ΒΑCΙΛΑΚΟΠΟΥΛΙΝΑC = Bitte der Dienerin Gottes, Kale Basilakopulina. Hier tritt uns also die Besitzerin bzw. Auf- traggeberin des hochwertigen Schmuckstücks entgegen. Der Beiname der Muttergottes, Suliotissa bzw. Garzuliotissa, dürfte wohl auf ein Toponym zurückgehen. An dem betref- Lot 20
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