Aus Burgen und Schlössern - Ausgesuchte Kunst und Kunsthandwerk von der Antike bis ins 20. Jhdt.
144 | 53 Geätzter Feldharnisch, Mailand, um 1570/80 Mantelhelm mit einteilig geschlagener Kalotte. Hoher, ge- schnürlter Kamm, im Nacken vernietete Federbuschtülle. Zweiteiliges aufschlächtiges Visier mit getrennten Sehschlit- zen, ein Visierbolzen ergänzt. Die Visierplatte an der rechten Seite mit fünf Atemöffnungen, aufschlächtiges Kinnreff mit Hakensperre. Zweifach geschobener Kragenmit gebördeltem und geschnürltem Rand. Im Scharnier zu öffnender Kragen, der Halsreif ergänzt. Volles Armzeug mit großen, sechsfach geschobenen Schultern. Auf der rechten Schulter aufgesteck- ter Brechrand, auf der linken eine verschraubteVerstärkungs- platte mit hohem Brechrand. Geschlossene Armröhren mit kleinen, geschlossenen Meuseln. Gefingerte Panzerhand- schuhe (der rechte im 19. Jhdt. gut ergänzt) mit fünffach ge- schobenen Handrücken. Anhängende Daumenbleche und Fingerschuppen, drei Finger der linken Hand fehlen. Leicht gegratete Stulpen mit gebördeltem und geschnürltem Rand. Gansbauch-Brust mit beweglich geschobenen Armeinsätzen (der linke mit Reparaturstelle) und kräftigen, nach innen ge- schlagenen Brechrändern. Einteilig gearbeitete Rückenplatte mit gebördelten und geschnürltenRändern. Ergänzter Bauch- reifenmit anhängenden, dreizehnfach geschobenen Tassetten (Reparaturstellen). Volles Beinzeug, bestehend aus zweifach geschobenen Oberdiechlingen mit dreifach geschobenen Kniebuckeln, geschlossene Unterdiechlinge des 19. Jhdts. mit originalen, achtfach geschobenen Füßen. Attraktiver, aus alten Teilen zusammengestellter Harnisch mit reich geätztem Trophäendekor. Die Ätzung des Helmes und des Beinzeugs wohl im 19. Jhdt. ergänzt. Auf passender Puppe auf schwar- zem Holzsockel montiert. Höhe 170 cm, mit Sockel 184 cm.
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