Internationale Orden & militärhistorische Sammlungsstücke - A83
58 | dazu an der Wurzel Abnahmestempel und die Herstellerätzung „Manuf Royale Klinge(nthal) Coula(ux) Frèr(es)”, zusätzlich die Schwertfegerätzung „Jaste Fourbisseur [...]”. Offiziersmäßiges Messingbügelgefäß (Vergoldungsspuren), stoffumwickelter Griff (berieben), Drahtwicklung. Lederscheide mit FRANKREICH - ZEIT DER RESTAURATION 1049 Säbel für Offiziere der Garde Royale d’Infanterie Leicht geschwungene Rückenklinge à la Montmorency (partiell fleckig, narbig), in der terzseitigen Hohlkehle geätzt „GARDE ROYALE” und auf der Gegenseite „D’ IN- FANTERIE” zwischen Bourbonenlilien, 1049 1051 Messingbeschlägen (Knick, Naht stellenweise offen). Länge 91,5 cm. Die Garde Royale war ein Elite-Armeekorps imDienst der französi- schen Könige Ludwig XVIII. und Karl X. Sehr seltene, hochrangige Blankwaffe. 271832 II - € 600 1050 Säbel M 1822 für Tambourmajore der Infanterie Kräftige, leicht gekrümmte Klinge à la Mont- morency, zweischneidige Spitze, auf dem Klingenrücken die geätzte Herstellersignatur „Manuf=re R=ale de Klingenthal, Mai 1823”. Vergoldetes Messinggefäß (berieben), die Parierstange terzseitig reich reliefiert, imZen- trum das Bourbonenwappen unter Königs krone, auf der glatten Gegenseite der bekrön- te Stempel „CP”, an der Stirnseite des Knaufes ein plastischer Löwenkopf, belederter, hölzer- ner Griff, kunstvolle dreifache Drahtwicklung aus Buntmetall. Vergoldete Messingscheide (berieben) mit Holzkern, terzseitig zwischen Lorbeerbändern vier eingesetzte rechteckige Felder (teilweise locker) mit reliefierter Trophäe, Palmetten, Blüten und Lorbeer, auf der glatten Gegenseite oben die Gravur des Schwertfegers/Lieferanten „Manceaux a Paris”, seitlich zwei Tragehaken (deutliche Abriebspuren), unterer Abschluss aus Palmet- ten und Rosetten geformt. Parierstange und Knauf etwas locker, kleine Risse im Blech der Scheide (teilweise gelötet), Trage- und Alters- spuren. Länge 101 cm. Seltener, äußerst re präsentativer und komplett erhaltener Säbel der Bourbonenmonarchie. Vgl. Thierry de Maigret, Paris, Auktion vom 14. 10. 2010, Los 366, Zuschlag 11.000 €. In der Restauration trugen Tambourmajore dieses spezielle Säbel- modell. Es verschwindet mit dem Ende des Zweiten Kaiserreiches. Der Pariser Schwert- feger Manceaux stellte dieses Muster 1822 - 1870 her. Das Bourbonenwappen auf der Parierstange ermöglicht die zeitliche Einord- nung. Nach 1830 wurden die Lilien durch den Hahn und 1852 durch den kaiserlichen Adler ersetzt. Säbel dieses Modells, die unverändert erhalten blieben, sind sehr selten. A model 1822 sabre for drummajors of the infantry Sturdy, slightly curved blade à la Montmoren- cy, double-edged point, the back of the blade etched with maker’s signature “Manuf=re
RkJQdWJsaXNoZXIy NDA0OTk=