Internationale Orden & militärhistorische Sammlungsstücke - A83
46 | 1034 Zeichnungen eines britischen Künstlers in Peking aus der Zeit der japani- schen Invasion 31 fertige Zeichnungen aus einer Serie von 32 Stück (Nr. 3 fehlt) mit begleitenden ma- schinengeschriebenen Beschreibungen und sechs Seiten Skizzen von Francis Cyril Rose (britischer Künstler, 1909 - 1979). Die meisten Zeichnungen mit den Maßen 424 x 346 mm, nummeriert mit Bleistift. Die Beschreibungen auf weißem Baumwollfaser- papier mit Wasserzeichen „Macadam Bond Rag Content”. Vier Skizzen auf dünnem wei- ßen (251 x 204 mm) und zwei auf grobem braunen Transparentzeichenpapier (245 x 176 mm und 355 x 238 mm). Die Beschreibungen sind entsprechend den jeweiligen Zeichnun- gen nummeriert. Büroklammerflecken in den oberen linken Ecken der meisten Zeich- nungen und Beschreibungen, eine Zeichnung und die dazugehörige Beschreibung mit leichten Beschädigungen durch das Zusam- menkleben. Alle Zeichnungen weisen an den Rändern leichte Gebrauchsspuren auf, sind aber insgesamt in gutem Zustand. Unterge- bracht in einer großen Mappe (455 x 356 mm) aus schwarzem Karton, zu einem Viertel mit verblasstem grauen Stoff gebunden. Auf der Innenseite des Einbands die Herstellermarke „Erwin M. Riebe Co Artists’ Materials in New York”. Auf dem vorderen Umschlag der Mappe hat der Künstler mit großer kursiver Hand „China 1937 War Francis Rose Peking” geschrieben. Die Skizzen zeigen die Kaiserinwitwe Tzu- Hsi (‘der alte Buddha’ 老佛爷慈禧 ) und ande- re chinesische Monarchen sowie ‘chinesische Akrobaten’. Die fertigen Zeichnungen stel- len Ereignisse dar, die Rose beim Ausbruch des zweiten chinesisch-japanischen Krieges 1937 in Peking beobachtet hatte. Drei der Zeichnungen sind in seinen bizarren Memoi- ren „Saying Life”, 1961, wiedergegeben. Zum Zeitpunkt des Zeichnens hatte Rose ge- rade eine Tournee durch den Osten hinter sich und hielt sich als Gast bei Madame Wellington Koo (黄蕙兰, 顾维钧的夫人) , Ehefrau des chinesischen Botschafters in Frankreich, auf. Eine feine Zeichnung (Nr.2) zeigt Madame Wellington Koo in einem Kleid, an das Rose in der Beschreibung erin- nert: „Madame Wellington Koo war eine sehr schöne Frau und kleidete sich außeror- 1034
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