Internationale Orden & militärhistorische Sammlungsstücke - A83
320 | 1463 Ferdinand Graf von Zeppelin (1838 - 1917) - zwei silberne Vorlegeteller aus seinem persönlichen Tafelsilber Kgl. württembergischer Hofjuwelier Föhr in Stuttgart um 1900. Silber, im Boden jeweils gepunzt „Foehr” und „800M”, geschweifter Rand, auf der Fahne das gravierteWappen Zeppelins. Durchmesser je 25 cm, Gesamtgewicht 1005 g. Ferdinand Graf von Zeppelin begann seine militärische Karriere in der württembergischen Armee, war zeitweise Kommandeur des Ulanenre- giments 19 in Ulm, später württembergischer Gesandter in Berlin und musste 1891 als Generalleutnant seinen Abschied nehmen. Seit etwa 1880 beschäftigte er sich mit der Entwicklung eines lenkbaren Ballons und ab 1899 widmete er sich dem Bau seines ersten Luftschiffes. 1908, nach der erfolgreichen Fahrt von LZ 3, ernannte ihn Kaiser Wilhelm II. zumGeneral der Kavallerie. 1917 verstarb Graf Zeppelin und wurde in Stuttgart beigesetzt. 271749 I - II € 500 1464 Brief des Grafen Zeppelin mit dem Vorschlag einer Annexion von Belgien und Nordfrankreich Zweiseitiger, gefalteter, handgeschriebener Brief mit Briefkopf „Dr. Ing. Graf F. von Zeppelin - General der Kavallerie”, datiert „Friedrichshafen a. B. 10. Juni 1916”, an den Chef des Feldflugwesens Hermann von der Lieth-Thomsen: „Geehrter und lieber Herr Oberst- leutnant! Nochmals besten Dank für Ihren gestrigen Besuch, der mir besonders durch die aus unserer Unterhaltung sich ergebende Wahr- nehmung sehr wertvoll war, wie auch an maßgebendster militärischer Stelle die Erfüllung der Losung des Kaisers, für den Frieden die Gewährung dauernder Sicherheit gegen die Wiederholung des Über- falls auf uns und die Erlangung der Freiheit der Meere nur in der Gewinnung wirklicher Mehrstärke [sic] auch durch Verbesserung un- serer geographischen Lage mit Bezug auf den Ozean erkannt wird. Gott gebe daß diese Erkenntnis einen Friedensschluss auf der un festen Grundlage von Abmachungen und Verträgen oder auch von Gebietserwerbungen, die jene Verbesserung der geopolitischen Lage nicht bringen, verhindert. Niemals wieder ist eine Gelegenheit wie jetzt für Deutschland denkbar, durch Hinausschiebung seiner Gebie- te bis an die belgische und die nördliche französische Küste uns durch die Besitzergreifung von Brest mit dem nötigen Hinterland, sich frei- en Verkehr über die Weltmeere auch im Kriegsfalle zu sichern und durch Umklammerung des nördlichen Frankreichs, sich aus diesem Lande für die Zukunft einen - für lange Zeit wohl unfreiwilligen, aber durch Zwang sicheren Bundesgenossen zu schaffen. Für die Zeit unserer Entwicklung zur Seemacht stünden uns dann gleich die Häfen und maritimen Einrichtungen Frankreichs und seine Kolonien zur Verfügung. England könnte nicht wieder festen Fuß diesseits des Kanal fassen. - Mit freundlicher Begrüßung - Ihr dankbar ergebener F. Zeppelin”. Dazu maschinengeschriebene Version und eine Portraitpostkarte Zeppelins. Maße der Briefseite ca. 44 x 28 cm. A letter from Graf Zeppelin proposing annexation of Belgium and Northern France Two-page, fold-out letter, hand-written in black ink and signed by Dr. Graf von Zeppelin on his personal letterhead and dated 10 June 1916. ZIVILES VERKEHRSWESEN 1462 A Naval Airship NCO Cap Deep navy blue doeskin wool construction „Donald Duck” style sail- or’s cap featuring a non-removable, one piece, circular crown and two piece side panels with machine stitched seams to each side. The cap has a black silk cap talley with machine woven „MARINE LUFTSCHIFF ABTEILUNG” (tr. Naval Airship Division) in gold threads. The cap talley is secured to the cap by dual vertical threads. The cap talley has long, extended „tails” with diagonally cut ends creating the „swallow tail” effect. Interior lined in mesh fabric, manufacturer and size stamped, brown leather sweatband. Two holes in right rear quarter panel, small hole at top. Cap size circa 55 cm. ■ USA-lots – shipping from USA, see page 4. 261762 II € 640 1462 1463
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