Internationale Orden & militärhistorische Sammlungsstücke - A83
| 301 Außerdem ein in der Familie aufwendig zu sammengestelltes Heft über den „Feldhilfs arzt Dr. Gustav Scholten 1916-1918” mit den Fotos des Albums sowie vielen Hintergrund recherchen über die einzelnen Stationen der Westfront, über General von Strantz sowie das „Conflans”-Geschütz. Prof. Dr. Gustav Scholten (1891 - 1944) dient 1916-18 als Feldhilfsarzt in der Armee-Abtei lung von Strantz. 1919 - 1924 approbiert er an der Münchner Frauenklinik an der Maistraße zusammen mit seinem engen Freund Gerhard Wagner (1888 - 1939), dem späteren Reichs ärzteführer. 1925 lässt er sich als Frauenarzt in München nieder, seine Freundschaft zu Martin Bormann lässt bald die Frauen der Münchner Prominenz und der Parteigrößen zu seinen Patientinnen zählen, neben Gerda Bormann waren dies vor allemEva Braun und ihre Schwester Gretl, Margarete Himmler oder Elsbeth Todt. 1935 wird Scholten Bau Gravur „1914-15”. Die Nabe des Rades mit kleinem gefassten Altschliffdiamanten, im Baum fünf Früchte aus kleinen Flussperlen. Bewegliche Trageöse, undeutlich punziert. Durchmesser 25 mm, Gewicht 5,5 g. 273805 I - € 800 1430 Prof. Dr. Gustav Scholten - Fotoalbum als Feldhilfsarzt 1916-18 in der Armeeabtei- lung von Strantz sowie Erkennungsmarke und Dokumente Fotoalbummit hellbraunemLederrücken und -ecken. 135 Aufnahmen unterschiedlicher Formate sowie einige Kaufpostkarten, insbe sondere von Ortschaften der Westfront. Dabei zahlreiche Einzelaufnahmen/Portraits Schol tens, Gruppenfoto vor dem Hilfslazarettzug 29, seltene Innenaufnahmen vomAufenthalts raum (Scholten am Klavier), der Operations raum, die Küche, Arztzimmer, Unterkünfte, drei Aufnahmen einer Obduktion mit Schol ten im Vordergrund, Verwundete am Bahn steig, Aufnahmen des Kriegslazaretts Jarny, Appell der Belegschaft mit Militärmusik, der angrenzende Soldatenfriedhof, Gruppenfoto der Schwesternbelegschaft, Aufnahmen des „Conflans”-Geschützes u.v.m. Dazu Erkennungsmarke „Gustav Scholten - 21.4.91 - Train Ers.Abt. 14”, zwei Bescheini gungen der Armee-Abt. von Strantz über me dizinische Hochschulkurse 1916, drei Führungszeugnisse 1914-16 sowie in Foto kopie seine Dienstzeitbescheinigung aus dem Jahr 1944 als Hilfsarzt auf dem Hilfslazarett zug 29, bei der Kriegslazarettabteilung 3/XIV.A.K. Labry und als Transportführer des Leichtkrankenzuges Nr. 27. 1430 1429 herr des Hauses der Deutschen Ärzte in der Briennerstraße 23 (heutiges Ober-Österreich haus), 1936 wird er Chefarzt der gynäkologi schen Abteilung des Krankenhauses Rechts der Isar (dessen Erweiterungsbau 1937 immer noch „Scholtenbau” heißt). Im Juni 1944 ist Scholten nicht nur Gast der Hochzeit von Hermann und Gretl Fegelein am Obersalz berg, er darf sogar die Braut chauffieren. Ende Juli 1944 verunglückt Scholten auf dem Rück weg vom Besuch eines Ausweichkrankenhau ses in Axelmannstein zwischen Unterhaching und Pullach und erliegt wenige Tage später seinen Verletzungen.1942 nahm er an Eva Braun im Krankenhaus Rechts der Isar einen gynäkologischen Eingriff vor, die bis vor weni gen Jahren noch in Familienbesitz befindliche Krankenakte „Eva Braun” ist jedoch mittler weile verschollen. Sehr seltene Aufnahmen. 272173 II € 500
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