Internationale Orden & militärhistorische Sammlungsstücke - A83

208 | Unter Glas, in Schrägschnittpassepartout mit vergoldeten Schnittflächen, reliefierter ver­ goldeter Rahmen. Bildmaße 20 x 28 cm, Rahmenmaße 50 x 62,5 cm. Auf der Rückseite ein handgeschriebenes zeit- genössisches Blatt zur Geschichte des Bildes „Geschenk der Königin Marie von Sachsen (Gemahlin Friedrich August II.) – geb. Prin- zessin von Bayern an meine Großmutter Franziska v. Ow, geb. v. Gumppenberg. Zur Erinnerung an einen gemeinsamen Spazier- gang von Possenhofen nach Seeshaupt, am 10. Juni 1838.” und „In den Briefen der Königin finden sich folgende darauf Bezug nehmende Stellen: 6. Juli 1838: …Erinnerung der schönen Zeit, die ich kürzlich mit dir ver- lebte und besonders des herrlichen Abends am 10. Juni …. ; die liebe prächtige Gegend in der herrlichen Abendbeleuchtung, der saphir- blaue See, die rötlich glänzenden Alpen, die saftigen Buchen und Wiesen, unser liebes Kapellchen, in dem wir zusammen beteten …”. Dazu zwei weitere Textstellen (unvoll- ständig). Partiell leicht beschädigt, Alters­ spuren. Der Maler Carl Friedrich Heinzmann (1795 - 1846) wurde beim württembergischen Hof- 1285 Teilkolorierte Aufnahme eines Soldaten des 3. Infanterie-Regiments Mark- graf Ludwig Wilhelm, um 1855 Dreiviertel-Portrait eines stehenden Soldaten, sein Helm neben ihm, die roten Uniformauf- schläge, die Schulterklappen (mit gelber „3”) sowie das Koppel und sein Degen koloriert, im Hintergrund das Rastatter Schloss (?). Bild- maße ca. 13,5 x 10,5 cm. Unter Passepartout mit Bezeichnung „Photographie v. A. Jung, Rastatt” und unter Glas. Maße 20 x 16,5 cm. Das 1852 gestiftete 3. IR Markgraf Ludwig Wilhelm befand sich bis 1857 in Mannheim, anschließend in Rastatt. 242433 II € 420 BAYERN KÖNIGHAUS 1286 Königin Marie von Sachsen, geb. Prin- zessin von Bayern (1805 - 1877) - Ansicht von Seeshaupt als Geschenk, datiert 1839 Aquarell auf Papier, rechts unten signiert „Carl Heinzmann fecit 1839” und darunter in Goldschrift „Erinnerung an den 10ten Juni 1838”. Äußerst feingliedrig gemaltes Bild mit Ansicht des Sees, der Siedlung und der Berge. 1286 1285 maler Johann Baptist Seele ausgebildet und begann 1814 als Freiwilliger denMilitärdienst. Obwohl er in Frankreich zum Offizier beför- dert wurde, verließ er die militärische Lauf- bahn, um sich, vom bayerischen König unter- stützt, zur weiteren Ausbildung 1815 nach München zu begeben. Hier studierte er beson- ders unter Wilhelm von Kobell die Land- schaftsmalerei. Provenienz: Aus dem ehemaligen Besitz der Wittelsbacher. Queen Marie of Saxony, née Princess of Bavaria (1805 – 1877) – a view of Seeshaupt as a gift dated 1839 Watercolour on paper, on the lower right signed “Carl Heinzmann fecit 1839” and un- derneath it (tr.) “In memory of 10 June 1838” in gold letters. Very delicately painted picture with view of the lake, the village and the mountains. Under glass, in a bevel cut mount with gilt edges, gilt relief frame. Dimensions of painting 20 x 28 cm, dimensions of frame 50 x 62.5 cm. On the reverse a handwritten contemporary sheet describing the history of the painting (tr.) “Gift of Queen Marie of Saxony (wife of Friedrich August II) – née Princess of Bavaria to my grandmother Franziska v. Ow, née v. Gumppenberg. In memory of our walk to Seeshaupt on 10 June 1838” and (tr.) “There are several references to it in the letters of the Queen: 6 July 1838: … Memory of the lovely time that I recently spent with you and in particular the wonderful evening of 10 June…, the beloved magnificent landscape in the mar- vellous evening light, the sapphire-blue lake, the Alps shimmering red, the lush beeches and meadows, our dear little chapel where we prayed together …”. Also two further text passages (incomplete). Somewhat damaged in places, traces of age. The painter Carl Friedrich Heinzmann (1795 - 1846) was trained by the Württemberg court painter Johann Baptist Seele and in 1814 entered the military service as a volunteer. Although he was promoted to officer in France, he gave up his military career and, supported by the Bavarian King, went to Munich in 1815 to re- ceive further training. In particular, he studied landscape painting under Wilhelm von Kobell. 276177 II € 15.000

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