Antike Waffen und Rüstungen aus aller Welt

210 | 4277 Geschnittener Reiterhammer, deutsch oder Polen, um 1600 Leicht gebogener, vierkantiger Schnabel. Seitlich gemarkt Bogen mit Pfeil. Gravierter Hammerkopf mit gekehltem Abschlussknauf, rückseitig balusterförmiger Schlagkopf. Acht- kantiger, leicht gravierter Schaft mit Mittel- nodus. Achtkantige Griffplatte mit kurzem Gürtelhaken. Hilze mit geringen Resten von Textilbezug. Flacher, geschnittener Knauf. Länge 56,5 cm. Vgl. Ewart Oakeshott, European Weapons and Armour, S. 69-71. Provenienz: Hermann Historica, Auktion 51, Los 2194. A German or Polish chiselled horseman’s hammer, circa 1600 Lightly curved, quadrangular beak. Marked on the sides with a bow and an arrow. En- graved hammer head with a fluted finial and a baluster shaped striking head. Lightly en- graved octagonal handle with a node in the middle. Octagonal grip section with a short belt hook. Grip has remnants of a textile cov- ering. Flat, chiselled pommel. Length 56.5 cm. 266667 II € 2.350 4278 Reiterhammer (Chekan), sog. „Papa- geienschnabel“, Ungarn oder Polen, um 1600 Schmiedeeisen. Der große quadratische Ham- merkopf und der lange, schlanke, vierkantige Schnabel sind geschnitten. Runde Tülle mit kleinen Schaftfedern. Ergänzter, beschnitzter Schaft aus Hartholz. Länge 73,5 cm. Der Reiterhammer war kleiner und kürzer als der Streithammer, da er hoch zu Ross im Kampf eingesetzt wurde. Ist der Haken be- sonders lang geformt und nach unten gebo- gen, handelt es sich um einen sog. „Papagei- enschnabel“. 266656 II - € 1.200 4279 Bauernwaffe, deutsch, 16./17. Jhdt. Streitaxt mit einseitig gegrateter, zweischnei- diger Stoßspitze. Kleines Blatt mit gerader Schneide, rückseitig kleiner Reißhaken. Höl- zerner Schaft mit rechteckigem Querschnitt, seitlich zwei lange eiserne Schaftfedern. Ab- gesetzter Griff. Schaft wurmstichig. Länge 100 cm. Einfache, improvisierte Bauernwaffe. Von großer Seltenheit. 259386 III € 390 4277

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