Internationale Orden & Militaria - A82
412 | 5643 Ernst August I., König von Hannover - Portraittasse, um 1840 Weißes, glasiertes Porzellan, teilvergoldet mit farbiger Darstellung des Königs in Uniform. Dazu eine (zugehörige?) teilvergoldete Unter- tasse, im Boden bezeichnet „Gotha” und im Spiegel „Zum 12ten Juny”. Gebrauchs- und Altersspuren. Gesamthöhe mit Tasse 12 cm. 262194 II € 360 5644 Ernst August (II.) von Hannover (1845 - 1923) - persönlicher, feldgrauer Generalsmantel Feldgraues Tuch mit ebensolchen Ärmelauf- schlägen. Tiefblauer Kragen mit roter Unter- fütterung, tiefblaues Futter, die Ärmel mit Seidenfutter. Zwei Reihen à vier vergoldeter Knöpfe mit gekröntemMonogramm „EA”, rs. bezeichnet „Hoch Fein”. Im Schoß weitere fünf Knöpfe in identischer, aber kleinerer Ausführung. Großer Generalsmantel in schwerer Ausführung mit minimalen Motten- schäden. Ernst August von Hannover, Kronprinz von Hannover, Herzog von Braunschweig und Lüneburg, wurde 1823 als einziger Sohn Georgs V., des letzten Königs von Hannover, geboren. Als sein Vater nach der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen 1866 entthront wurde, ging er gemeinsam mit ihm ins Exil nach Österreich. Nach dem Tod seines Vaters 1878 eine Versöhnung mit dem Hause Hohenzollern ablehnend, beharrte er auf seine Ansprüche auf den Königsthron in Hannover, erst die Heirat seines Sohnes Ernst August (III.) 1913 mit Viktoria Luise, der Tochter Kaiser Wilhelms II., brachte Entspan- nung. Ernst August (II.) verzichtete zuguns- ten seines Sohnes auf seine Ansprüche auf das Herzogtum Braunschweig, der dadurch am 1.11.1913 regierender Herzog wurde. Da Ernst August bei Ausbruch des 1. Weltkriegs auf deutsch-österreichischer Seite stand, wurden ihm vom englischen Königshaus seine Titel als 3rd Duke of Cumberland and Teviotdale, Earl of Armagh und als Prinz von Großbritannien und Irland, sein englischer Generalsrang sowie seine Auszeichnungen (u.a. Ritter des Order of the Garter) aberkannt. Provenienz: Sotheby’s Auktion „The Royal House of Hanover”, Schloss Marienburg, 29. September bis 8. Oktober 2005. 259625 I - II € 960 5644
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