Internationale Orden & Militaria - A82

| 149 5213 5210 Säbel für Offiziere der berittenen Truppen, um 1830 Kräftige, leicht gekrümmte Klinge à la Montmorency (fleckig), die gesamte Klinge beidseitig reich geätzt (Ranken, Gitterwerk), auf dem Rücken die geätzte Herstellerbezeichnung „Coulaux... & Cie à Klingenthal”, an der Wurzel Abnahmestempel. Massives Messing- Bügelgefäß mit Perlstab am Griffbügel außen und Griff in Form eines Rutenbündels mit Löwenkopfknauf. Gebrauchs- und Altersspuren. Länge 112 cm. Sehr seltene Blankwaffe, die französischen Husarensäbeln ähnelt. 257955 II € 1.200 5211 Pallasch der Cuirassiers d´Orleans Kräftige, beidseitig doppelt gekehlte Rückenklinge mit zweischneidi- ger Spitze in Rückenlinie. Großes Messing-Bügelgefäß (nachvernietet) mit drei Terzspangen, am Knöchelschild das fein reliefierte Wappen der Bourbonen. Belederte Hilze mit Messingdrahtwicklung. Schwere Eisenscheide mit zwei beweglichen Trageringen, oberes Ringband ge- markt „761”. Gebrauchs- und Altersspuren. Länge 115 cm. Seltene Blankwaffe eines elitären Kavallerieverbandes. 268837 II € 1.000 5212 Degen eines hohen Offiziers Zweischneidige Stichklinge mit abgeflachtem Mittelgrat, an der Wur- zel die vergoldete Herstellersignatur „P. W. Knecht Söhne in Solingen”, im oberen Viertel beidseitig vergoldete Zierätzungen auf gebläutem Grund (berieben). Reich reliefiertes Buntmetall-Bügelgefäß mit Lor- beer- und Palmettendekor sowie antiker Trophäe am Stichblatt, gewaf- felter Ebenholzgriff. Gebrauchs- und Altersspuren. Länge 94 cm. 267128 II € 300 FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN 5213 Fürst Johann I. Josef von und zu Liechtenstein (1760 - 1836) - silbergefasster Meerschaumpfeifenkopf, 1832 Meerschaum, schauseitig mit erhaben geschnitztem fürstlichenWappen derer von und zu Liechtenstein. Silberfassungen am Deckel und der Rohraufnahme, der Deckel mit Meisterpunze „TM” sowieWiener Fein- gehaltspunze für 13-lötiges Silber aus dem Jahr 1832. Höhe ca. 11,5 cm, Länge ca. 12 cm. Johann Josef Fürst von Liechtenstein, Herzog von Troppau und Jägern- dorf, wird 1782 Leutnant bei denAnspach Kürassieren, 1790 imTürken- krieg Obrist und Kommandeur der Kinsky Dragoner. 1794 wird er Generalmajor und 1799 Feldmarschallleutnant. Nach dem Tod seines Bruders Fürst Alois I. Josef erbt er das Fürstentum Liechtenstein und wird als Johann I. Josef der zehnte regierende Fürst. Dennoch nimmt er als Kommandeur eines Armeekorps an den Napoleonischen Kriegen teil, wird 1806 Kommandeur der Stadt Wien, übernimmt im Juli 1809 den Oberbefehl über die österreichische Armee und schließt - mittler- weile zum Feldmarschall ernannt - im Oktober 1809 den Frieden von Schönbrunn. Da Österreich die dort vereinbarte Tributzahlung von 10 Millionen Gulden nicht aufbringt, bürgt der Fürst für die Summe bei den Banken und nimmt noch vor Jahresende seinen Abschied aus dem Militär, um sich den Regierungsgeschäften in Liechtenstein zu widmen. 261354 II € 1.000

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