Die Sammlung Frey - Waffen aus Württemberg
38 | 4031 Zündnadelgewehr Chassepot M 1866 als Beutewaffe Kal. 11 mm, Nummer J57594, nummerngleich. Leicht matter, vierfach gezogener Lauf, Länge 71 cm, auf der Oberseite verstellbareVisierung. Vor der Hülse mehrfach gestempelt, auf der Hülse Hersteller „St. Étienne” und Modellbe- zeichnung. Gestempelter Vollschaft mit eiser- ner Garnitur, Oberring nachArt des deutschen Zündnadelkarabiners M 1857. Eiserner Putz- stock. Mehrfach mit deutschen Abnahmen auf Hülse und Schaft (Krone/gotischer Buchstabe). Eisenteile überarbeitet, stellenweise patiniert und fleckig, Schaft überarbeitet. Länge 118 cm. Vgl. Storz, Deutsche Militärgewehre, Vom Werdergewehr zum Modell 71/84, Wien 2011, S. 240 ff. 267156 II - € 600 4029 Zündnadelgewehr M 1857/67, nicht nach Beck aptiert, mit Bajonett Kal. 15,4 mm, Nr. 1364, nummerngleich. Mat- ter, gezogener Lauf, mit gutemZug-/Feldprofil, auf der Oberseite Quadrantenvisier. Vor und rechts an der Hülse verschiedene Abnahmen, links bezeichnet „OBERNDORF”. Vollschaft mit eiserner Garnitur, rechts gestempelt Krone/”W”. Eiserner Putz-/Entladestock mit Messingdopper. Eisenteile stellenweise fleckig, Schaft etwas bestoßen. Länge 142 cm. Dazu ein Tüllenbajonett. Länge 55 cm. Nach den Erfahrungen des Deutschen Krieges von 1866 wurde in Württemberg die Beschaf- fung eines schnell schießenden Hinterladege- wehrs beschlossen. 1867 begann daher eine bayerisch-württembergische Kommission mit der Suche nach einem geeigneten System. Zu- nächst bevorzugte man den Verschluss nach Albini-Brändlin, aber schließlich entschied man sich doch für ein Zündnadelgewehr nach preußischem Vorbild. Zur Ausbildung der ei- genen Soldaten wurden in Kurhessen 6.000 Zündnadelgewehre ausgeborgt und schließ- lich baute man in Württemberg die alten In- fanteriegewehre M 1857 unter Verwendung von Zündnadelschlössern für die preußische Jägerbüchse M 1865 um. 266952 II - III € 1.200 4030 Zündnadelgewehr Chassepot M 1866 als Beutewaffe Kal. 11mm, Nummer H51870, nummerngleich. Etwas matter, vierfach gezogener Lauf, Länge 71 cm, auf der Oberseite verstellbareVisierung. Vor der Hülse mehrfach gestempelt, auf der Hülse Hersteller „St. Étienne” und Modellbe- zeichnung. Gestempelter Vollschaft mit eiser- ner Garnitur, Oberring nachArt des deutschen Zündnadelkarabiners M 1857. Eiserner Putz- stock. Mehrfach mit deutschen Abnahmen auf Hülse und Schaft (Krone/gotischer Buchstabe, vor der Hülse Württembergische Abnahme). Eisenteile stellenweise patiniert und fleckig. Länge 118 cm. Vgl. Storz, Deutsche Militärgewehre, Vom Werdergewehr zum Modell 71/84, Wien 2011, S. 240 ff. 267157 II - III € 500
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