Die Sammlung Frey - Waffen aus Württemberg

36 | 4026 Artilleriekarabiner M 1860 Gezogener Lauf im Kaliber 13,9 mm, Seele stellenweise rau, an der Mündung Bajonett- schiene, auf der Oberseite eisernes Korn und über der Kammer Standkimme mit zwei Klap- pen, auf dem Visiersockel Abnahme, davor bezeichnet „Suhl.” und Jahreszahl „1864”. Perkussionsschloss, auf der Schlossplatte be- zeichnet Krone/”SP.&SR.”. Etwas bestoßener Nussholzschaft mit eiserner Garnitur. Eiser- ner Ladestock mit Messingdopper. Eisenteile gereinigt und stellenweise minimal narbig, leichte Alters- und Gebrauchsspuren. Länge 90 cm. Dazu das Haubajonett mit zweischnei- diger, gekehlter Klinge und eisernem Gefäß sowie lederner Scheide mit ebenfalls eisernen Beschlägen, auf dem Mundblech doppelt ge- stempelt „29.A.1.11.”. Länge 60 cm. Bereits 1854 beschäftigte man sich mit der Einführung kurzer, kleinkalibriger Handfeu- erwaffen bei der Artillerie, den Pionieren und nicht zuletzt der Kavallerie. Nach einigen Ver- zögerungen wurden diese neuen Karabiner dann 1860 eingeführt, jedoch nur die Artille- 4027 4028 rie erhielt ein Haubajonett/Faschinenmesser mit eisernem Gefäß. A model 1860 artillery carbine Rifled barrel in 13.9 mm calibre, partially rough bore, bayonet rail at the muzzle, iron front sight and standing rear sight with two folding leaves over the breech, acceptance mark on the sight base, in front of which marked “Suhl.” and “1864”. Percussion lock, crown/”SP&SR” markings on the lockplate. Slightly bumped walnut stock with iron furni- ture. Iron ramrod with brass tip. Iron parts 4026

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