Die Sammlung J. Durval – Antike Schusswaffen - A82
26 | 2006 Seltene Radschlosspistole mit aufwändig geschnittenem Schloss, Nordfrankreich, um 1570 Achtkantiger, in rund übergehender Lauf mit glatter Seele im Kaliber 15,5 mm. Über der Kammer gravierter Akanthusblattdekor. Reich ge- schnittenes und graviertes Schloss mit beweglichem Pfannendeckel und außenliegendem Rad. Die Schlossplatte reich geschweift. Am Rand umlaufende Zierbänder, auf der Schlossplatte gravierte Dra- chenfigur, geschnittener Maskaron am hinteren Abschluss. Fein ge- schnittene Radabdeckung mit halbplastischen Hermenfiguren und Groteskenköpfen. Reich geschnittener und gravierter Hahn, die Hahn- feder mit aufgelegtem Maskaron. Auf der Schlossgegenseite ver- schraubte lange Gürtelspange. Vollschaft aus Nussbaumholz mit Fisch- schwanzknauf. Unterhalb des Schlosses und auf der Knaufkappe geschnitzte florale Zierbänder. Eiserne Knaufkappe, gravierter eiser- ner Abzugsbügel. Eingeschobener hölzerner Ladestock. Länge 43 cm. Extrem seltene französische Radschlosspistole mit aufwändig deko- riertem Schloss. Ein ähnliches Exemplar befindet sich in der Samm- lung des Palazzo Ducale in Venedig, abgebildet in Umberto Franzoi, „L’Armeria del Palazzo Ducale a Venezia”, S. 219, Abb. 171. Provenienz: Sammlung Henk L. Visser. Bonham’s, London, Auktion 14956, Los 279.
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