Internationale Orden & Militaria

418 | 4581 Alfred von Sachsen-Coburg-Gotha, Prinz von Großbritannien und Irland (1874 - 1899) - persönlicher Garde-IOD M 1889 mit Damastklinge 1893 Beidseitig doppelt gekehlte Rückenklinge aus Schmiededamast mit zweischneidiger Spitze, über der langen, vergoldeten Fehl- schärfe geätzter und vergoldeter Blüten- und Rankendekor. Am Rücken geschlagene Türkenkopfmarke mit „R” sowie Bezeich- nung „J. Robrecht, Hoflieferant, Berlin”. In Resten vergoldetes Bügelgefäß, die Knauf- kappe mit graviertem und als Siegel verwend- barem Wappen des Prinzen von Großbritan- nien. Fischhauthilze (partiell berieben) mit Silberdrahtwicklung und aufgelegtem, silber- nem Gardestern mit in Resten erhaltener Emaille. Lederne Fingerschlaufe. Länge 99 cm. Stahlscheide mit zwei beweglichen Trageringen (einer ergänzt). Gesamtlänge 103,5 cm. Die Fehlschärfe sowie das Schlepp- blech mit geschlagener Inventar-/Fundusnum- mer „Q 22”, unterhalb des Mundblechs sowie am quartseitigen Stichblatt weitere, teils un- gültig gemachte Nummer „E. 92”. Alfred von Sachsen-Coburg-Gotha, Sohn von Alfred Duke of Edinburgh und Großfürstin Maria Alexandrovna, tritt 1893 für ein Jahr als Seconde-Lieutenant dem 1. Garde-Regi- ment zu Fuß bei. Aus Auflehnung gegen seine strenge Mutter flüchtet sich der Prinz in un- standesgemäße Liebesaffären und heiratet 1897 Mabel Fitzgerald, eine Irin. 1899 soll er während der Feierlichkeiten zur Silber- hochzeit seiner Eltern wegen der von seiner Mutter angestrengten Eheannullierung ver- sucht haben, sich zu erschießen, und verstirbt eine Woche später in einem Sanatorium in Meran. 4581 4581

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