Internationale Orden & Militaria

368 | Rupprecht, Beer, Res. Sec. Lts.”. An den Henkeln außen eingestochen die bekrönte Chiffre „Ch R I” und die Jahreszahl „1882”. Etwas ver­ zogen, Gebrauchs- und Altersspuren. Gewicht ca. 1,6 kg, Höhe 40 cm. Aufwendig verziertes, frühes Offiziersgeschenk. 248839 II € 960 4491 Karl Ritter von Abel (1788 - 1859) - Dankesurkunde des Münchner Magistrats und der Gemeinde anlässlich seiner Entlassung als bayerischer Innenminister 1847 Achtseitiges, mit weiß-blauer Kordel (leicht beschädigt) gebundenes Dokument, der Dankestext kalligraphisch verfasst und mit feinem, far­ big und in Gold handgemaltem Dekor. Das Titelblatt mit bekrönter und ornamental verzierter Anrede „Euer Exzellenz” mit anschließen­ der dreiseitiger Lobeshymne auf Karl von Abel „...haben es nicht er­ laubt, daß die Vorstände des Magistrats und der Gemeinde Ihnen bei Ihrem Austritte aus dem Ministerium den Dank der Bürgerschaft für den gewissenhaften Schutz [.] mündlich in feierlicher Deputation dar­ bringen dürfen. [.] Ein, Gott, König und Vaterland treu ergebenes Ge­ müth findet zwar Nahrung in sich selbst, und bedarf des Ausdruckes fremder Ergebenheit nicht; von dieser Seite werden Euer Exzellenz auch unser Schreiben nicht hinnehmen, sondern nur als eine Entbin­ dung unserer in tiefster Seele eingeschlossener dankbarer Gefühle, die nicht lautlos bleiben können, wenn sie sich eines Ehren-Mannes erin­ nern.”, datiert München den 15. Februar 1847. Auf den nächsten drei Seiten insgesamt 47 Tintenunterschriften von den Münchner Bürger­ meistern Jakob Bauer und Kaspar von Steinsdorf über zahlreiche Magistratsräte bis hin zu Gemeinderäten. Das beschädigte Kuvert mit von Hand verzierter kalligraphischer Adressierung „Seiner Exzellenz dem hochwohlgeborenen Herrn, Herrn Karl von Abel - königlichen Staatsrath im ordentlichen Dienste - Großkreuz des Civil-Verdienst-Ordens der bayerischen Krone und des Verdienst-Ordens vom heil. Michael”, die separate Rückseite mit noch größtenteils erhaltenemMünchner Stadtsiegel. Karl von Abel tritt 1810 in den bayerischen Staatsdienst ein, wird 1819 Regierungsrat inMünchen und 1827 Ministerialrat im Innenministeri­ um. 1832 begleitet er den frisch gewählten König Otto von Griechen­ land, um ihn in administrativen Fragen zu beraten, kehrt 1834 nach Bayern zurück und wird 1837 Innenminister von König Ludwig I., der ihn als seinen „ersten Staatsmann” bezeichnet. 1840 wird er auch Finanzminister und 1844 mit der Verleihung des Zivilverdienst-Ordens der bayrischen Krone in den persönlichen Adelsstand erhoben. Der erzkatholische Minister verliert 1846 unter dem Druck der Liberalen und Protestanten zuerst das dem Innenministerium bislang unterstellte Kultusministerium, und im Januar 1847 nimmt ihm Ludwig I. mit der Gründung eines Ministeriums für kirchliche Angelegenheit auch die Zuständigkeit für Kirchenfragen. Als Karl von Abel jedoch der Gelieb­ ten des Königs, Lola Montez, das Bürgerrecht in Bayern verweigert und sein Memorandum an die Presse gibt, entlässt ihn der König am 17. Februar 1847 in Ungnade. Für die bayerische Geschichte hochinteressantes Dokument. 246123 II € 520 4489 Franz Widmann (1846 - 1910) - Zeichnung für eine Jubiläums- urkunde der bay. Armee Tusche, weiß gehöht, mit Passepartout, unter Glas, im vergoldeten Holzrahmen (teilweise beschädigt). Maße Rahmen 71 x 54 cm. Franz Widmann (1846 - 1910) war ein deutscher Maler und Graphiker sowie Professor an der kgl. Kunstgewerbeschule München. 252654 II € 360 4490 Offiziersgeschenk des Königlich Bayerischen 1. Chevaulegers- Regiments „Kaiser Nikolaus von Russland”, datiert 1882 Tafelaufsatz aus Silber (gedunkelt), am Fuß die Feingehaltspunze „800M”. Reich und fein im Neorenaissance-Stil verziert mit reliefier­ ten Maskaronen, Vögeln, Blüten, Blättern, Beschlagwerk etc. Am Rand der Schale die eingestochene Widmung „Dem kgl. bayer. 1. Chevaulegers=Regiment zum Andenken von seinen Reserve & Landwehr=Offizieren Fleissner, Veller, Res. Sec. Lt. Hutschenreuther, Habersang, Landw. Sec. Lts. Reich, Meining, Henninghausen, 4489

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