Kunst & Kunsthandwerk, Antiken

| 245 1955 Miniatur-Kylix, griechisch, 4. - 3. Jhdt. v. Chr. Kleine, leicht becherförmige Kylix mit zwei waagrechten Henkeln. Auf umlaufender roter Zone stilisierte Blätterdekoration. Ohne Fehlstel- len. Intakt. Höhe 5,8 cm. Provenienz: Aus österreichischer Privatsammlung. 256961 II - € 100 1956 Keramikfragment mit Zikade, späthellenistisch oder römisch, ca. 1. Jhdt. v. Chr. - 3. Jhdt. n. Chr. Hellgrundiger Scherben eines dickwandigen Vorratsgefäßes mit Reli- efdekoration in Form einer 5,3 cm langen Singzikade. Das Insekt mit seinen zusammengelegten Flügeln ist sehr detailreich gestaltet. Beein- druckendes Sammlerobjekt. Auf Ständer montiert. Höhe 6,5 cm. Zikaden tauchen seit frühester Zeit immer wieder in der antiken Kunst auf. Betont wird ihre Nähe zu denMusen und ihre angebliche Unsterb- lichkeit, Vgl. etwa Anakreons Gedicht „An die Zikade”. Provenienz: Aus süddeutscher Privatsammlung, zuvor Sammlung I. von Ohlendorff. 259404 II - € 150 1957 Drei Ton- und ein Glasgefäß, hellenistisch-römisch, 2. - 1. Jhdt. v. Chr bis 3. Jhdt. Eine glatte, diskoide, römische Feldflasche aus rötlichem Ton aus Nordafrika (Sigillata chiara A). Die Lippe mit kleinem Ausbruch, sonst intakt. Höhe 19,5 cm. Wohl 3. Jhdt. Dazu eine Terra Sigillata- Schüssel ähnlich einemmegarischen Becher. Reliefverzierung mit Ro- setten- und Eierstabfries sowie einer großen Rosette am Boden. Fehl- stelle im Boden. Oberfläche mit Inkrustationen, am Rand zum Teil abgerieben. Durchmesser 14 cm. 2. - 1. Jhdt. v. Chr. Ferner ein dünn- wandiger, glatter Doppelhenkelbecher mit hohemRand. Ausbruch am Rand restauriert. Höhe 10 cm. Dazu ein zylindrischer Becher aus farb- losem, leicht grünlichem Glas. Mit leicht ausladendem Rand. Zerbro- chen und wieder geklebt. Höhe 8,5 cm. Provenienz: Aus deutscher Privatsammlung. 257522 II - € 150 1958 Zwei Schleuderbleie mit Legionsmarke, römisch, 1. Jhdt. v. Chr. Ein nahezu bikonisches Schleuderblei (glans), Typ Völling Ic. Auf einer Hälfte Schriftzug in erhabenen Lettern CNMAG= Cn(aeus) Mag(nus), die auf den Sohn von Pompeius dem Großen, Cnaeus Pompeius Mag- nus den Jüngeren (+ 45 v. Chr.), verweisen. Vergleichbare Stücke sind u. a. aus der Nähe von Osuna, Provinz Sevilla, bekannt. Teile einer Spitze antik abgebrochen, ansonsten intakt. Schöne weiße Patina. Dazu ein mandelförmiges Schleuderblei mit Marke der 13. Legion, eine Seite flach. Auf der erhabenen Seite jeweils die Buchstaben L XIII = legio XIII. Vergleichbare glandes sind aus Andalusien bekannt und datieren in die Zeit der caesarisch-pompejanischen Bürgerkriege (48 - 44 v. Chr.). Mit weißer Oxidationsschicht überzogen. Länge 4 und 5,2 cm. Provenienz: Aus süddeutscher Privatsammlung, in den späten 1990er Jahren übernommen aus der Sammlung des 2013 verstorbenen Groß- vaters. Von diesem erworben in den 1970er bis frühen 1990er Jahren. 250733 II € 200 1959 Chi-Rho-Helmbeschlag, römisch, 4. Jhdt. Runder, beidseitig vergoldeter Helmbeschlag mit Fortsätzen unten und oben. Auf der Schauseite innerhalb eines kranzförmigen Kreises auf goldfarbenemUntergrund das Christusmonogramm, die übereinander geschriebenen griechischen Buchstaben X (Chi) und P (Rho). Die Rückseite ebenfalls vergoldet. Vgl. ein ähnliches Medaillon auf dem spätrömischen Kammhelm aus Kessel (Limburg, NL). Durchmesser 1,75 cm, Länge 3,4 cm. Provenienz: Aus einer in Süddeutschland aufbewahrten Privatsamm- lung. Erworben in den 1970er bis 1980er Jahren im Kunsthandel und aus deutschen Privatsammlungen. Gilded fitting of a late Roman helmet with christogram, 4th century Gilded bronze fitting with a christogram (chi-rho). Diam. 1.75 cm, L. 3.4 cm. See for a similiar fitting the late-Roman iron helmet found in Kessel, Limburg, the Netherlands. P rovenance : From a private collection in South Germany. Acquired on the art market and fromGerman private collections in the 1970s and 1980s. 261736 II - € 300 1960 Helmbuschhalter, Bronze, römisch, 1. Jhdt. Helmbuschhalter, der aus einem starken Stift besteht, der oben in eine flache Gabel mit zwei Haltern übergeht. Der Stift am unteren Ende doppelt profiliert, so dass er in eine Führung geschoben bzw. gesteckt werden konnte. Intakt. Länge 10 cm. Provenienz: Aus einer in Süddeutschland aufbewahrten Privatsamm- lung. Erworben in den 1970er bis 1980er Jahren im Kunsthandel und aus deutschen Privatsammlungen. A Roman helmet bush clamp, 1st century Helmet bush clamp consisting of a strong pin which merges into a flat fork with two holders at the top. The pin has a double profile at its lower end so that it could be inserted into a guide. Intact. L. 10 cm. P rovenance : From a private collection in South Germany. Acquired on the art market and fromGerman private collections in the 1970s and 1980s. 261733 II € 300

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