Kunst & Kunsthandwerk, Antiken
182 | 1824 Kimmerischer Dolch, 7. Jhdt. v. Chr. Dolch mit eiserner, nach vorne spitz zulaufen- der Klinge. Waagrechte Parierstange und im Querschnitt ovaler Griff aus Bronze gegossen, typisch für Dolche der mit den Kimmerern in Verbindung gebrachten Tschernogorowka- Kultur. Den Abschluss bildet ein ovaler, halb- kugeliger Knauf. Die Parierstange einseitig mit kleinem Loch. Mit bronzenem Ortband, dessen Abschluss aus zwei sich gegenüber ste- henden Drachenköpfen besteht. Kleines Stück der Klingenspitze fehlt. Gute Eisensubstanz der Klinge. Die bronzenen Teile mit schöner grüner Patina. Länge 31,5 cm. Über das indogermanische Reitervolk der Kimmerer ist vergleichsweise wenig bekannt. Dem griechischen Geschichtsschreiber Hero- dot zufolge lebten sie ursprünglich am Kim- merischen Bosporus (Straße von Kertsch zwi- schen der Krim und Südrussland) und im nördlichen Kaukasus. Ab dem späten 8. Jhdt v. Chr. fielen Kimmerer über den Kaukasus nach Anatolien ein, wo sie das Reich der Phryger zerschlugen und die griechischen Städte Kleinasiens und das Lyderreich bedrohten. Provenienz: Aus litauischem Kunsthandel. A Cimmerian dagger, 7th century B.C. Dagger with iron blade, bronze hilt and bronze cross bar ( C f . finds from the Tschernogorow- ka-culture). Oval hemispherical pommel. With bronze chape, the end of which consists of two dragonheads standing opposite each other. A small piece of the blade tip is lost. Good iron substance of the blade. The bronze parts with beautiful green patina. Length 31.5 cm. P rovenance : From the Lithuanian art mar- ket. 261203 II - € 2.300 1825 Akinakes mit Bronzegriff, skythisch, 5. - 4. Jhdt. v. Chr. Akinakes mit eiserner Klinge und bronzenem Griff. Der Knauf leicht schiffchenförmig, der Griff mittig durchbrochen, die eiserne Angel sichtbar. Den Übergang zur im Querschnitt mandelförmig gewölbten Klinge schafft eine 1824
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