Kunst & Kunsthandwerk, Antiken
178 | haben. Zusätzlich haben sich Stoffreste undAbdrücke von Tüchern auch auf der Innenseite derMaske in korrodierten Bereichen über denAugen erhalten. Die Rückseite mit grüner Korrosionsschicht. An den Rändern vereinzelt kurze Haarrisse. Intakt. Länge 18 cm. Breite 16,5 cm. Provenienz: Aus süddeutscher Privatsammlung, erworben zu Beginn der 1970er Jahre imWiener Kunsthandel. An Early Iron Age bronze mask for a dead person, Southeast Europe, ca. 6th century B.C. Flat, minimally rounded death mask made of a silver sheet. The upper side with plastic eyes, nose and mouth. The reverse side has a green corrosion layer. Occasionally short hairline cracks at the edges. Intact. Length 18 cm. Weight 16.5 cm. P rovenance : From a south German private collection, acquired on the Vienna art market at the beginning of the 1970s. 257225 II - € 2.500 1820 Bronzene Totenmaske, frühe Eisenzeit Südost- europas, ca. 6. Jhdt. v. Chr. Flache, minimal gerundete Totenmaske aus getriebenem Silberblech. Die Oberseite mit plastisch herausgearbeiteten Augen, Nase und Mund. Während die schmalen, schlitzartigen Öffnungen im Bereich der Augen, der Nasenlöcher und des Mundes nicht sonderlich sorgfältig ausgeschnitten wurden, sind beide Augenbrauen, ein schmaler Ober- lippenbart und der Kinnbart durch feine Gravur dargestellt und geben demGesicht eine individuelle Note. In diesen Details, beispielhaft aber auch in der Gestaltung der Nasenflügel, offenbart sich die Gestaltungs- kunst des früheisenzeitlichen Handwerkers. Kleine Löcher entlang des Randes dürften zur Befestigung der Maske gedient haben. Möglicherweise war sie auf Tuchgewebe aufgenäht. Die- ser Schluss liegt nahe, da sich imBereich der rechten Stirn/Schläfe in den grünen Korrosionsbereichen die Abdrücke von Stoffmustern erhalten
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