Kunst & Kunsthandwerk, Antiken

150 | des 14. Jhdts. mit 354 Barren heraussticht. Doch auch im Depot von Oberwilflingen in Baden-Württemberg fanden sich Fragmente vonmin- destens zwei Ochsenhautbarren wohl zyprischer Herkunft. Andreas Hauptmann, Bob Maddin und Michael Prange haben herausgefunden, dass die ebenfalls ca. 25 kg schweren Barren aus demWrack von Ulubu- run mit geschmolzenem Kupfer aus wohl mehreren Tiegeln gleichzeitig in Ton-/Sandformen gegossen worden sind. Die Barren von Uluburun zeichnen sich zudem durch eine gewisse Porösität aus, die ebenfalls an der Bruchkante dieses Barrens zu beobachten ist. Umstritten ist, ob den Ochsenhautbarren aufgrund ihrer relativ einheit- lichenGestaltung bereits monetärer Charakter beizumessen ist. Vgl. A. Hauptmann/B. Maddin/M. Prange, On the Structure and Composition of Copper and Tin Ingots Excavated from the Shipwreck of Uluburun. Bulletin of the Amercan Schools of Oriental Research 328, 2002, 1-30. Provenienz: Privatsammlung in Süddeutschland. Erworben aus dem Nachlass eines Münchener Arztes. Von diesem 1986 im österrei­ chischen Kunsthandel erworben, Zettel beiliegend. Zuvor, lt. mündli- cher Mitteilung, Wiener Privatsammlung, erworben Ende der 1960er Jahre in der Galerie E. Richter, Wiener Neustadt. EUROPÄISCHE STEIN- UND BRONZEZEIT 1772 Ochsenhautbarren, Kupfer, ostmediterrane Spätbronzezeit, 16./15. - 11./10. Jhdt. v. Chr. Flacher, nahezu trapezförmiger Kupferbarren mit leicht einziehenden Längsseiten. Oberseite rau, Unterseite an einemEnde mit Markierung in Form zweier runder Kreise. Mittig gebrochen, ansonsten intakt. Grüne Patina. Größe 78,5 x 42 x 2-3 cm. Während der mediterranen Bronzezeit erreichten Produktion und Verbreitung vonMetallen, insbesondereKupfer, neueDimensionen. He- rausragende Zeugnisse dieses Prozesses sind die aufgrund ihrer Gestalt so genanntenOchsenhautbarren, die in relativ einheitlicher Formund in großerMenge vor allem - aber nicht nur - auf Zypern produziert wurden. Mit seinem Gewicht von 25,54 kg liegt dieser Kupferbarren gut in der Gewichtsspanne zwischen 20 und 32 kg aller bislang bekannten Barren. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt im östlichen Mittelmeerraum, wobei das Schiffswrack von Uluburun (Türkei) aus der zweiten Hälfte

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