3611 Säbel M 1811 für Mannschaften der leichten Kavallerie, sog. „Blüchersäbel“ Nummerngleich. Breite, geschwungene Rückenklinge mit beidseitiger Hohlbahn und zweischneidiger Spitze (vereinzelt narbig), an der Wurzel der Hersteller „A.Werth“ (halb verdeckt), am Rücken „5. H. R. 1847“ (wohl Husaren-Regiment Nr. 5, Jahr 1847). Kräftiges eisernes Bügelgefäß mit Faustriemenschlitz und schwarz belederter Hilze, am quartseitigen Parierlappen der Truppenstempel „R.A.M. 6. 67“. Schwere Eisenscheide mit zwei beweglichen Trageringen, oben der Truppenstempel „R.A.M. 6. 67“. Anhängender schwarzer Faustriemen (beschädigt). Gefäß und Scheide (Rostspuren) mit gotischen Abnahmen. Partiell leicht beschädigt, Altersspuren. Länge 100 cm. 339848 II € 500 3612 Säbel für Angehörige der Kavallerie, um 1850 Kräftige, beidseitig gekehlte Rückenklinge (partiell rostfleckig) mit zweischneidiger Mittelspitze, an der Wurzel noch erkennbar gemarkt „Weyersberg Solingen“. Wuchtiges eisernes Korbgefäß nach österreichischem Vorbild, Fischhauthilze (nachgeschwärzt, kleine Fehlstellen), einfache Drahtwicklung. Schwere Stahlscheide (fleckig, Mundblech schließt nicht bündig an Gefäß an) mit zwei beweglichen Trageringen, oben die Stempel „Mitter“ und „1851“. Anhängendes württembergisches Portepee mit Lederband. Gebrauchs- und Altersspuren. Länge 103 cm. 341491 II € 300 3613 Großer Löwenkopfsäbel für Offiziere der Garde-Kavallerie, Ende 19. Jhdt. Leicht gekrümmte, vernickelte Steckrückenklinge, am Rücken die Ätzung „M. Neumann, Berlin, Hoflieferant“, terzseitig die Banderole „Eisenhauer“ (Ort leicht gerundet). Reich reliefiertes Buntmetallbügelgefäß (locker, Vergoldungsspuren) mit Löwenkopfknauf (zwei rote Glasaugen), Fischhauthilze (berieben) und dreifacher Drahtwicklung, aufgelegter Gardestern am Parierlappen. Schwarz lackierte Eisenscheide (Rostspuren, berieben, Dellen, eine Mundblechschraube fehlt) mit einem beweglichen Tragering, Reitöse und Ringbändern aus Buntmetall. Anhängendes Portepee (beschädigt). Fundusstempel an Gefäß und Scheide. Partiell leicht beschädigt, Trage- und Altersspuren. Länge 105 cm. 339852 II - III € 400 3614 Löwenkopfsäbel für Offiziere der leichten Kavallerie mit Säbelhalter, um 1900 Leicht gekrümmte, vernickelte Steckrückenklinge, am Rücken die Ätzung „I. Robrecht, Hoflieferant, Berlin“. Reich reliefiertes Buntmetallbügelgefäß mit Knaufkappe in Löwenkopfform, Fischhauthilze (berieben) und dreifache Neusilber-Drahtwicklung. Brünierte Eisenscheide (Rostspuren, Dellen, eine Mundblechschraube fehlt) mit zwei beweglichen Trageringen und Ringbändern aus Buntmetall. Säbelhalter aus derbem braunen Leder, oben gestempelt „W. Riemann Königsberg“. Anhängendes Portepee später ergänzt. Partiell leicht beschädigt, Trage- und Altersspuren. Länge ca. 90 cm. 339850 II € 350 3614 | 387
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