A106 Orden und Militaria bis 1918

3607 Schießpreis eines preußischen Jäger-Bataillons, datiert 1898 Zink, bronziert, seitlich an der Plinthe die Künstlersignatur „A. van der Velde. fec.“. Entschlossen vorwärts schreitender, feldmarschmäßig gerüsteter Jäger mit nach vorne weisender Geste. Auf schwarz lackiertem, profiliertem Holzsockel (stellenweise berieben, etwas bestoßen), schauseitig eine Metallplakette mit der Widmungsgravur „Preisschiessen / am 12.8.98 / d. besten Schützen / Gefreiter Dietze“. Gebrauchs- und Altersspuren. Gesamthöhe 49 cm. 339685 II € 1.200 3608 Prof. Anton Müller-Wischin (1865 - 1949) - Portrait eines jungen Offiziers in einem Jäger-Bataillon, um 1910 Öl auf achteckigem Malkarton und Sperrholz. Dicker pastöser Farbauftrag, linksseitig Ritzsignatur «Müller Wischin». Brustportrait des sitzenden jungen Leutnants in Uniform mit Mantel, seinen Säbel in Händen haltend. Bildmaße 31 x 27 cm. In neuerem, vergoldetem Rahmen. Maße 34 x 30 cm. Anton Müller-Wischin, zunächst Dorflehrer in Bayern, wurde erst mit 35 Jahren durch Franz von Lenbach ermuntert, Kunstmaler zu werden, besuchte die Schule von Heinrich Knirr und nahm an Ausstellungen der Münchner Künstlergenossenschaft teil. 1925 wurde er ehrenhalber zum Professor ernannt und von 1937 bis 1944 war er mit 49 Werken auf der Großen Deutschen Kunstausstellung in München vertreten, von denen alleine Hitler 17 Stück erwarb. Obwohl kein Mitglied der NSDAP, erhielt er 1942 die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft und wurde 1944 auf die „GottbegnadetenListe“ gesetzt. Schönes Frühwerk Müller-Wischins, der ab 1920 überwiegend bayer. Landschaften und Blumenstillleben malte - Motive, die er auch auf der GDK zeigte, wo er der am vierthäufigsten vertretene Künstler war! 340057 I - II € 800 3607 3608 384 |

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