3389 Philipp Scheidemann (1865-1939) - eigenhändige und signierte Postkarte an die Sammlerin vom 25. X. 1923 Postkarte ( fleckig, minimal bestoßen), datiert „Cassel 25. X. 23“. Eigenhändige in dunkler Tinte geschriebene Zeilen (etwas verlaufen), „In dieser furchtbaren Zeit dürfen wir den Mut erst recht nicht sinken lassen. Im Gegenteil: jetzt heißt es mit Aufbietung aller Kräfte für die Republik und das gequälte Volk arbeiten! Ph. Scheidemann“. Adressierung von fremder Hand, gelaufen. Philipp Scheidemann, sozialdemokratischer Politiker und Publizist, wurde insbesondere durch die Ausrufung der freien sozialistischen Republik Deutschland am 9. 11. 1918 bekannt. 1918 war er für wenige Monate Reichsministerpräsident und von Dezember 1919 bis 1925 Oberbürgermeister von Kassel. Im Juni 1922 wurde ein Mordanschlag mit Blausäure auf ihn verübt, der wegen zu starken Windes aber fehlschlug. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ging er ins Exil nach Österreich, in die Tschechoslowakei, Schweiz, nach Frankreich, in die USA und nach Dänemark, wo er 1939 in Kopenhagen verstarb. 340569 II € 250 3390 Friedrich Ebert (1871 - 1925) - Karte mit eigenhändiger Signatur, Brief- kuvert adressiert an die Sammlerin, 1924 Beigefarbene Karte (ca. 11,5 x 9 cm), handschriftliche Signatur mit schwarzer Tinte (leicht verblasst). Dazu das Briefkuvert, rs. mit Bleistift an der Verschlussklappe beschriftet „Ebert“, gelaufen, geöffnet und geschlitzt. Friedrich Ebert, deutscher Sozialdemokrat, Politiker, 1913 - 1919. Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, 1919 - 1925 erster Reichspräsident der Weimarer Republik. 340563 II € 350 3390 3389 | 239
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