3375 Admiral Otto von Diederichs (1843 - 1918) - handschriftlicher, signierter Brief 1907 Kleiner Doppelbogen Briefpapier (ca. 11,5 x 18 cm) mit Kopf „Lichtenthal- Baden, Kleiner Leisberg, den“ und Datumsangabe vom 8.5.1907. Eigenhändig in Tinte verfasster Text an eine Dame, er klagt über „die Verschlechterung im Befinden meiner Frau“ und ist bestürzt „über zu geringe Leistung der neuen Köchin“ und „wir daher von neuem auf die Suche gehen müssen. [..] Daß ihr Fräulein Tochter vergeblich sich den Gang hier herauf bemüht hat, bedaure ich aufrichtig. [..] Es liegt also unbedingt ein Versehen der Dienstboten vor, das ich zu entschuldigen bitte. [.] Ihr ganz ergebenster von Diederichs“.Gebräunt, einmal gefaltet, ein Falzriss. Otto von Diederichs tritt 1865 der Preußischen Marine bei und befehligt im Krieg gegen Frankreich 1870/71 das Kanonenboot Natter. 1892 wird er Konteradmiral und ersetzt 1897 Admiral Tirpitz als Chef der Kreuzerdivision in China. Für die Besetzung Kiautschous wird er 1898 zum Vizeadmiral befördert und zum dortigen Reichsgouverneur ernannt. 1900 kehrt er zurück und wird 1902 als Chef des Admiralstabes zum Admiral ernannt und im August 1902 zur Disposition gestellt. 340595 II - € 150 3376 Vizeadmiral Wilhelm Souchon (1864 -1946) - eigenhändig geschriebene Feldpostkarte vom 17.1.1917 Beige, gelaufene Feldpostkarte mit eigenhändigen Grußzeilen in schwarzer Tinte, „Haben Sie freundlichsten Dank für Ihren gütigen Gruß und die stimmungsvollen Gedichte [..] Mögen wir stark sein im Wollen und Handeln. In alter Aufrichtigkeit Ihr getreulich ergebener Wilhelm Souchon“. Poststempel der „Kais. Deutsche Marine Schiffspost No14, 17/I 17.“ Vizeadmiral der Kaiserlichen Marine im Ersten Weltkrieg, Oberbefehlshaber der osmanischen und nach Kriegseintritt Bulgariens auch der bulgarischen Kriegsmarine, Befehlshaber der Mittelmeerdivision. Beförderung zum Vizeadmiral am 27.05.1915, Ausgezeichnet u.a. am 29.10.1916 mit dem Pour le Mérite. 340593 II € 300 3377 Felix Graf von Luckner (1881 - 1966) - eigenhändige und signierte Karte des Seeteufels vom 29. V. 1925 Karte aus dünnem, beigem Karton (11 x 9 cm), darauf eigenhändig mit blauer Tinte geschriebene Zeilen „Bleibe deutsch, werde ein Kerl, der sein Volk in allen Schichten kennt und versteht; dann bist du Deutsch gebildet! - Mit deutschem Gruß dein Felix Luckner“. Deutscher Seeoffizier, Schriftsteller, Kommandant des Hilfskreuzers Seeadler im Ersten Weltkrieg. 1925 erwarb der Verein „Graf von Luckner Weltumsegelung“ einen amerikanischen Viermastgaffelschoner, der in Hamburg für seine weltweite Vortragsreise und eine Musterschau deutscher Produkte umgebaut und in „Vaterland“ umgetauft wurde. Zwischen 1926 und 1928 befand sich Graf Luckner zu Vorträgen in den USA und kehrte danach zurück, ohne die Weltreise zu vollenden. 340592 II € 150 3377 3376 | 233
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