den Beinamen „Löwe von Nachod“. Aufgrund von eigenmächtigen Entscheidungen im Krieg von 1870/71 wurde seine 1. Armee dem Oberbefehl des Prinzen Friedrich Karl unterstellt und er als Generalgouverneur von Posen versetzt. Sein Abschiedsgesuch lehnte König Wilhelm I. jedoch ab, verlieh ihm im April 1871 den Charakter eines Generalfeldmarschalls und stellte ihn 1875 zur Disposition. 340597 II € 250 3362 Generalfeldmarschall Eberhard Herwarth von Bittenfeld (1796 - 1884) - handschriftlicher signierter Dankesbrief an seinen Neffen 1876 Doppelseitiger Papierbogen (14,5 x 21,5 cm) mit Wappen-Blindprägung, zweiseitig mit schwarzer Tinte geschriebener Brief, datiert „Bonn den 6. Septber 1876“ an seinen Neffen Werner. Handschriftlicher Dankesbrief für dessen Glückwünsche zu seinem 80. Geburtstag mit Schlusszeilen „Im Herbst wahrscheinlich hoffe ich Dich in Berlin gesund wiederzusehen und Dir mündlich meine Zuneigung aussprechen zu können als Dein Dich liebender Onkel Eberhard Herwarth“, darunter in blauer Tinte hinzugefügt „Generalfeldmarschall“. Zweimal gefaltet, leicht fleckig. Eberhard Herwarth von Bittenfeld begann seine Militärkarriere 1811 und nimmt als Sekondelieutenant 1813/14 an den Befreiungskriegen teil. 1835 wird er Major, 1839 Kommandeur des I./2. Garde-Regiments zu Fuß. Als Oberstleutnant übernimmt er 1846 das Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment, wird 1852 Generalmajor, 1856 Generalleutnant, 1860 General der Infanterie. 1871 erhält er den Charakter eines Generalfeldmarschalls und wird 1875 zur Disposition gestellt. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Pour le Mérite und dem Ritterkreuz des Militär-Maria-TheresienOrdens (jeweils 1864) sowie dem Schwarzen Adlerorden (1866). 340587 II € 250 3362 | 225
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