244 | 388 Goldmontiertes Petschaft mit Citrin-Matrix, wohl Österreich, 19. Jhdt. Exquisit aus Gold geschnittene Fassung in Form eines Bündels fein geäderter Olivenbaumblätter. Der kräftige Rand in Form eines abgerundeten Rechtecks hält den großen, fein facettierten Citrin im Cushionschliff mit filigran geschnittener Matrix (reich detailliertes, von Löwen flankiertes Familienwappen). Im Etui (nicht zugehörig). Höhe 4 cm, Maße der Matrix 16 x 14 mm. Provenienz: Britische Sammlung David Morris. 332400 I - € 800 389 Bronze-Petschaft, Geschenk an Arthur Nikisch, Leipzig, 1920 Bronze-Petschaft mit Darstellung eines Mädchens mit Blumenstrauß. Trichterförmige Basis mit umlaufender Widmung: „Arthur Nikisch zum 25 Jährigen Jubiläum 1895-1920, Leipzig Gewandhaus“. Künstlersignatur auf der Rückseite der Basis, unvollständig lesbar: „H. Siepein“(?). Runde Matrix aus Messing mit vertieftem Notenschlüssel und Schriftzug „Arthur Nikisch“. Matrixdurchmesser ca. 3,2 cm. Gesamthöhe 12 cm. Das Petschaft wurde an Arthur Nikisch (1855 - 1922), den bedeutenden Dirigenten des Leipziger Gewandhausorchesters, anlässlich seines 25-jährigen Jubiläums als Direktor geschenkt. Nikisch wurde besonders für seine meisterhaften Interpretationen der Werke von Anton Bruckner und Pjotr Iljitsch Tschaikowski geschätzt. Provenienz: Britische Matrixsammlung David Morris. 332424 II + € 480 390 Petschaftmatrix des kaiserlichen Hofpfalzgrafen Friedrich Joachim Krifft von Krifftenstein, deutsch, um 1700 Runde, aufwendig tief geschnittene Matrix aus Eisen mit persönlichem Wappen der Familie Krifft. Der umlaufend punzierte Rand bezeichnet: „FRIEDERICUS IOACHIMUS KRIFFT COMES PALATINUS CAESARIUS“. Der Rand leicht verdrückt, im Siegelfeld stellenweise leicht bestoßen. Maße der Matrix 63 mm. Friedrich Joachim Krifft war ein bedeutender Beamter im Kurfürstentum Trier und gehörte dem Reichsritterstand an. Provenienz: Britische Matrixsammlung David Morris. 332406 II € 640 391 Hölzerne Lebkuchenmodel, deutsch, vermutlich Nürnberg, um 1530 Fein geschnitztes, rundes Bildmotiv. Ungedeutete Darstellung einer vermutlich antiken Szene. Eine Frau in geschlitzter Kleidung der Frührenaissance steht klagend über einem am Boden liegenden Mann. Von der rechten Seite nähert sich ein Wolf, im Hintergund ein Renaissancebrunnen. Ränder leicht bestoßen, die Rückseite mit alten Brandspuren. Durchmesser 11 cm. 335380 II - III € 360 392 Fein geschnitzte Pfeife aus Hirschhorn, Johann Leberecht Schulz in Meiningen, um 1830 Fein geschnitzter Kopf aus einer Geweihgabel (seitlicher Spannungsriss) mit Darstellung einer Gruppe Hirsche unter Eichenbäumen. Deckel mit Silbermontierung (Scharnier gebrochen), darauf ein plastischer liegender Hund. Rohr aus Geweih mit Mundstück aus gedrechseltem Horn. Höhe des Kopfes 13 cm, Gesamtlänge 33 cm. Johann Leberecht Schulz (1774 - 1863), bekannter Elfenbein- und Hirschhornschnitzer, tätig in Meiningen. Hofkunstdrechsler des Herzogs Georg I. Während des Napoleonischen Krieges erhielten Blücher und Wellington von ihm gearbeitete patriotische Pfeifen als Geschenk. 337494 II - € 800 388 388 389
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