| 347 LANGWAFFEN STEINSCHLOSS 1416 Fürstliche Luxus-Steinschlossbüchse aus dem Besitz Friedrichs VI. von Baden-Durlach, Barthel Bauer und Johann Michael Maucher, Durlach, um 1670 Achtkantiger, mittig leicht eingezogener Lauf mit siebenfach gezogener Seele im Kaliber 15 mm. Eingeschobene Visierung aus Messing und Eisen. Neben der Kammer geschlagene Marke „BB“ mit drei Kornähren, auf der Gegenseite das badische Wappen. Fein graviertes und geschnittenes Steinschloss, auf der Schlossplatte die sitzende Athena zwischen Trophäen. Fein durchbrochen gearbeitete und gravierte Strudelhalterung. Die Hahnfeder ersetzt, die gebrochene originale Hahnfeder im Kolbenkasten erhalten. Abzug mit justierbarem Stecher. Die reich verschnittene Vollschäftung mit Hunden und Wildtieren zwischen plastischen Blattranken dem Schnitzer des Johann Michael Maucher zugeschrieben. Am Schwanzschraubenblatt Cherubim über Früchtefeston. Kolbenkasten mit federverriegeltem Deckel. Eiserne, teils durchbrochen gearbeitete Garnitur. Auf der Wange fein gravierter badischer Wappenschild mit Chiffre „FMVBD“ (Friedrich Markgraf von Baden Durlach). Hinter dem Schloss ins Schaftholz eingeschlagene Sammlermarke „DT“, Ladestockröhre aus Hirschhorn. Hölzerner Ladestock mit eisernem Dopper. Anhängend alter Schulterriemen mit gesticktem jagdlichem Dekor. Länge 116 cm. Friedrich VI. von BadenDurlach (1617 - 1677) regierte als Markgraf von Baden-Durlach vom Tod seines Vaters im Jahre 1659 bis an sein Lebensende. Barthel Bauer, in Durlach von 1645-71 als Büchsenmacher nachweisbar. Arbeitete ab 1649 als Hofbüchsenmacher des Markgrafen Friedrich VI. von BadenDurlach. Johann Michael Maucher (1645 - 1701), Büchsenmacher und Elfenbeinschnitzer in Schwäbisch Gmünd. Schuf u.a. fein geschnitzte Gewehrschäfte in dem nach ihm benannten „Maucher-Stil“, die an den Höfen Süddeutschlands hoch begehrt waren. >
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