| 247 1302 Bedeutender eisengeschnittener Degen, deutsch, um 1610 Kräftige zweischneidige Klinge mit rhombischem Querschnitt. Im oberen Drittel beidseitige dreifache Kehlung mit beidseitiger apotropäischer Inschrift mit den Namen der zwölf Apostel. Leicht konische Fehlschärfe mit beidseitig geschlagener, messinggefütterter Reitermarke. Geschwärztes eisernes Spangengefäß mit reichem, plastisch geschnittenem Dekor. Vielfigurige Darstellung kämpfender Reiter. Ein Parierstangenarm am Ansatz mit gut ausgeführter Reparaturstelle. Hilze mit aufwendiger Eisendrahtwicklung und großen Türkenbünden. Großer, leicht konischer Walzenknauf mit umlaufend dreiviertel-plastischem, teils tief hinterschnittenem Dekor. Länge 120 cm. Degen mit vergleichbaren eisengeschnittenen Gefäßen wurden sowohl in Deutschland als auch in Italien gefertigt. Nach stilistischen Kriterien scheint dieses Gefäß aber aus einer deutschen Werkstatt, wohl Solingen, zu stammen. Vergleichbare eisengeschnittene Gefäße befinden sich in vielen internationalen Sammlungen, so z.B. im Metropolitan Museum in New York oder in der Rüstkammer in Dresden. >
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