240 | 1297 Reitschwert mit durchbrochen gearbeitetem Gefäß, Süddeutschland oder Schweiz, um 1600 Kräftige zweischneidige Klinge mit rhombischem Querschnitt, am Ansatz beidseitig flache Kehlung. Quartseitig stilisierte PassauerWolf-Marke mit Resten von Kupfereinlagen. Auf der Fehlschärfe beidseitig geschlagene undeutliche Marke. Gefäß aus flachen, durchbrochen gearbeiteten Spangen mit schauseitig fein punziertem Dekor. Spiralig gekehlte Hilze mit gut ergänzter Eisendrahtwicklung und Türkenbünden. Flacher, vierpassiger Knauf mit vier Durchbrüchen und abgesetztem Vernietknauf. Länge 122,5 cm. Durchbrochene Gefäße dieser Art sind u.a. für Hans Müller, Messerschmied in Zürich, nachgewiesen und durch Zeughausrechnungen um 1605 belegt. Er lieferte damals Zweihändergefäße mit sehr ähnlichen und direkt vergleichbaren Knäufen und schlüssellochförmigen Durchbrechungen an das Zeughaus in Zürich. Vergl. Hugo Schneider, Griffwaffen im Schweizerischen Landesmuseum, Griffwaffen I, Zweihänder Nr. 159 bis 162. Provenienz: Die Sammlung der Marktgrafen von Baden-Baden, Auktion bei Sotheby‘s, 5.- 21. Oktober 1995. 1297
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