Rüstungen, Blankwaffen & antike Feuerwaffen

1283 Felddegen mit Korbgefäß, süddeutsch, um 1570 Kräftige, zweischneidige Klinge mit abgeflachtem Mittelgrat, am Ansatz beidseitig doppelte schmale Kehlung. Auf der Schlagseite stellenweise schartig. Terzseitig auf der Fehlschärfe geschlagene Marke, in den Zügen zwei Reihen von Pi-Marken. Gitterkorbgefäß mit gerader, weit ausladender Parierstange, Daumenring und Fingerbügel. Original belederte Hilze, flacher rechteckiger Pagodenknauf mit spiralig gekehltem Vernietknauf. Länge 104,5 cm. Die geschlagene Marke kann vermutlich der Passauer Schwertfegerfamilie Stantler zugeordnet werden, da es sich hier um eine gespiegelte Doppelung der bereits bekannten Marke (Halbmond mit Kreuz) handelt. Vergl. ein ähnliches Exemplar bei Seitz, Heribert, Blankwaffen I, S. 332, Abb. 240. Weitere Korbschwerter dieser Art befinden sich u.a. in der Sammlung von Schloss Ambras bei Innsbruck. A South German basket-hilted campaign sword, circa 1570 Sturdy, double-edged blade of flattened hexagonal section, cut with double shallow fullers on each side of the root. The cutting edge notched in places. A mark struck on the obverse of the ricasso, two rows of Pi marks in the grooves. Lattice basket hilt with straight, extended quillons, thumb ring and finger rests. Original, leather-covered hilt, flat, rectangular pagoda-shaped pommel with spirally fluted, riveted button. Length 104.5 cm. The stamped mark can probably be attributed to the Stantler family, swordsmiths from Passau, as it appears to be a reversed duplication of their documented mark (crescent and cross). For a similar example, see Seitz, Heribert, Blankwaffen I, fig. 240, p. 332. Other basket-hilted swords of this type can e.g. be found in the collection at Ambras Castle, near Innsbruck. 340190 II € 4.600 1284 Degen, aus alten Teilen zusammengestellt, deutsch, um 1570 - 1600 Zweischneidige Klinge mit abgeflachtem Mittelgrat. Im oberen Drittel beidseitig doppelte Kehlung mit geschlagenem Zierdekor und Signatur „THIES STAM“. Leicht konische, dreifach gekehlte Fehlschärfe. Korbgefäß um 1570 mit Rankendekor, ein Parierstangenarm ergänzt, der zweite fehlt, ergänzte Hilze mit Lederbezug, konischer achtkantiger Knauf. Länge 104 cm. Matthias Stam ist vermutlich ein Mitglied der Solinger Klingenschmiedefamilie Stam, von der Clemens und Johannes Stam belegt sind, beide im 16. Jhdt. tätig. 340088 II - III € 1.200 1285 Trainings-Dussack, deutsch, 2. Hälfte 16. Jhdt. Kräftig gekrümmte Rückenklinge. Die Angel einteilig in einen Faustbügel mit eingerolltem Ende übergehend. Länge 73 cm. Seltene frühe Trainingswaffe für das Säbelfechten. Vergleichbare Exemplare sind in zahlreichen Fechtbüchern des 16. Jhdts. abgebildet. 341221 II - III € 400 | 223 1285 1284

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