1597 Infanteriegewehr M 1839/55 U/M Gezogener Lauf im Kaliber 18,5 mm mit fünf Zügen, Seele etwas rau. Auf dem Oberring aufgelötetes Korn, auf der Laufoberseite verstellbare Klappvisierung, links an der Kammer Jahreszahl „1853“ und rechts „1856“ sowie diverse Abnahmen. Perkussionsschloss mit Herstellerbezeichnung „Krone / DANZIG / FGS“. Nussholzschaft abgezogen mit beiden Riemenbügeln, Schlossgegenseite und Unterseite gestempelt. Ebenfalls gestempelte Messinggarnitur. Eiserner Ladestock fehlt. Auf der eisernen Kolbenkappe Truppenstempel „16.L.R.1.98.“ (16. Landwehr-Regiment, 1. Kompanie, Waffe 98). Alle Teile fachmännisch überarbeitet. Am Vorderschaft kleiner Ausbruch im Ladestockkanal. Oberring mit Kimme nicht ganz passend. Länge 144 cm. Da die vorliegende Waffe exakt nach der preußischen Stempelvorschrift von 1877 gestempelt wurde, darf man davon ausgehen, dass diese Waffe noch einige Jahre nach dem Deutsch-Französischen Krieg in der Landwehr geführt wurde. 328899 II € 500 1598 Infanteriegewehr M 1839/55 U/M Nummerngleich. Gezogener Lauf im Kaliber 18,5 mm mit fünf Zügen, Seele etwas rau. Auf dem Oberring aufgelötetes Korn (fehlt jedoch), auf der Oberseite verstellbare Klappvisierung mit Durchsicht und an der Kammer Jahreszahl „1846“, auf der rechten Seite die Jahreszahl „1856“ und diverse Abnahmen. Perkussionsschloss mit Herstellerbezeichnung „Krone / Suhl / S&C“. Nussholzschaft leicht abgezogen, Schlossgegenseite und Unterseite gestempelt. Ebenfalls gestempelte Messinggarnitur, der eiserne Ladestock fehlt. Auf der eisernen Kolbenkappe Truppenstempel „34.R.7.86.“. Länge 144 cm. Da die vorliegende Waffe exakt nach der preußischen Stempelvorschrift von 1877 gestempelt wurde, darf man davon ausgehen, dass diese Waffe noch einige Jahre nach dem Deutsch-Französischen Krieg geführt wurde. Da man in Preußen fürchtete, in den Krimkrieg (1853 - 1856) hineingezogen zu werden, suchte man nach einer günstigen und schnellen Möglichkeit, sämtliche Infanteriewaffen mit gezogenen Läufen auszustatten. Man hatte in Preußen zwar schon begonnen, die Truppen mit Zündnadelgewehren auszurüsten, aber von den benötigten 372.600 Zündnadelgewehren waren erst 60.000 Stück vorhanden. Am 20.3.1855 beschloss man daher, die glattläufigen Infanteriegewehre umzurüsten. Für die vorhandenen großka474 |
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