A104 Orden und Militaria bis 1918

640 Uniformenemble für Mannschaften im Kürassier-Regiment „Kaiser Nikolaus I. von Russland“ (Brandenburgisches) Nr. 6, Ende 19. Jhdt. Helm M 1867 mit Tombakglocke (kleine Dellen), Hinterhaupt und Vorderschirm gegratet, neusilberne Einfassungen (vereinzelt kleine Risse und Lötstellen). Stirnseitig verschraubt (Doppellöcher), das fein reliefierte, versilberte AdlerEmblem mit Vaterlandsbandeau, konvexe, lederunterfütterte Tombak-Schuppenketten an verschraubten geometrischen Rosetten, rechts die große Landeskokarde aus Eisenblech (nachlackiert), oben am Scheitel eine neusilberne Basis mit vier Kugelkopfschrauben, abschraubbare glatte Tombakspitze, braunes Lederlaschenfutter (ergänzt), der Vorderschirm innen grün, der Nackenschirm innen schwarz lackiert (stark berieben), an der Vorderschirmschiene unten eingeprägt der Hersteller „Wilh: Jaeger“. Dazu der weiße Koller mit dunkelblauen Borten, Vorstößen und Aufschlägen (vereinzelt minimale Fehlstellen und Altreparaturen), Hakenverschluss und Stoff-Schulterklappen mit kyrillscher Chiffre „N 1“ unter Krone, anhängende KD 1870/71. Weißes Lederkoppel mit Messingschnalle und weißem Ledergehänge, daran der Offizierspallasch M 54 (Länge 101 cm) mit sehr schön geätzter, vernickelter Rückenklinge, darauf der Regimentsname und der Eickhornstempel, Bunt- metallgefäß mit gut ergänzter Fischhauthilze und Drahtwicklung, Faustriemen für Mannschaften, vernickelte Eisenscheide (fleckig) mit eingraviertem Offiziersnamen aus dem Jahr 1961. Schwarzer Kartuschkasten mit Messingauflage für Kürassiere an weißem Leder-Bandelier. Dazu ein Paar schön erhaltener hoher Kürassierstiefel aus schwarzem Leder mit Ledersohlen (Absätze repariert), lederverstärkte Stiefelspitzen, beide Zuglaschen innen vorhanden, umgeschnallte Sporen. Teilweise leicht beschädigt, Altersspuren. Außerordentlich seltenes preußisches Kürassierensemble. 640 402 |

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