488 | 4845 Großfürstin Maria Pavlovna Romanova von Russland (1854 - 1920) - eigenhändiger Brief mit Unterschrift St. Petersburg, datiert 18.IV./1.V.1904. An den deutschen Botschafter in St. Petersburg, Graf von Alvensleben, den sie von einem Gnadenerlass des Zaren (Nikolaus II.) während des Russisch-Japanischen Krieges für einen in Russland lebenden Deutschen (W. Steingrube) in Kenntnis setzt mit dem Hinweis, nicht in Kriegsgebiet zu reisen: „Dankbarkeit gibt es ja auf der Welt fast nie, aber doch könnte es sein, dass dieser Mann in seinem ferneren Wohlstand einmal daran gedenkt, dass er diesen grade der Familie verdankt, gegen die er sich verging!“. Maße 18 x 13,5 cm. Großfürstin Maria Pavlovna, Herzogin Marie zu Mecklenburg (1854 - 1920), Schwägerin von Kaiser Alexander III., letzte Präsidentin der St. Petersburger Akademie der bildenden Künste. Maria Pavlovna nahm in der Hofgesellschaft eine außergewöhnliche Stellung ein. Sie war ziemlich ehrgeizig, sogar Kaiserin Alexandra Feodorovna fürchtete sich vor ihren Intrigen. Der Hofbeamte General A. A. Mosolov schrieb in seinen Erinnerungen: „In St. Petersburg gab es keinen beliebteren und einflussreicheren Hof als den Hof der Großfürstin Maria Pavlovna“. 330517 II € 650 4846 Vorzügliches Geschenkpetschaft mit Emailledekor und Goldmontierung, wohl Russland, 1880er Jahre In Form eines abgerundeten Rechtecks aus hellem Chalzedon geschnittene Matrix mit geschnörkeltem Schriftzug „MAXIMILIAN“ in Kyrillisch. Weich abgerundete, umlaufend mit strahlenden Palmetten verzierte Basis aus 565er Gold, in vier schlanke Rippen übergehend. 4845 4846 Das vierpassförmig verbreiterte, vollflächig fein punzierte Griffstück mit durchsichtiger, scharlachroter Emaille überzogen, sodass auf jedem Viertel ein aufwendig gravierter Blumenzweig hervortritt (stellenweise leicht berieben). Höhe 9,5 cm, Maße der Matrix 20 x 22 mm. Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei dem vorliegenden Exemplar um ein Geschenk eines russischen Cousins an Prinz Max von Baden zu seinem 21. Geburtstag (seine Mutter, Maria Maximilianowna von Leuchtenberg, war Nichte des Zaren Alexander II. von Russland). Max von Baden wurde 1918 der letzte Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs. Provenienz: Sotheby‘s München, 8. Dezember 1999, Los 493. An exquisite gift seal with enamel décor and gold mounting, probably Russian, 1880s Matrix of light-coloured chalcedony cut in the shape of a rounded rectangular with ornate inscription „MAXIMILIAN“ in Cyrillic script. Gently rounded base of .565 gold with surrounding decoration of radiant palmettes merging into four slender ridges. The handle of tapering quatrefoil form copiously covered with finely punched décor and transparent enamel in scarlet red, with an elaborately engraved flower tendril standing out in each quarter (slightly rubbed in places). Height 9.5 cm, dimensions of matrix 20 x 22 mm. The object at hand is most likely a gift of a Russian cousin to Prince Max von Baden on the occasion of his 21st birthday (his mother, Maria Maximilianowna von Leuchtenberg, was a niece of Tsar Alexander II of Russia). Max von Baden became the last Reich Chancellor of the German Empire in 1918. Provenance: Sotheby’s Munich, 8th December 1999, lot 493. 332402 II € 5.000
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