232 | KUNSTHANDWERK UND VOLKSKUNST 4368 Zunftsiegel der Fleischhacker zu Pest, Ungarn, datiert 1696 Runde Messingmatrix mit geschnittener Darstellung Johannes des Täufers, zu seiner Rechten sowie im Feld unter seinen Füßen das Lamm Gottes. Die umlaufende Inschrift lautet: „SIG DER FLEISCHHACKER HAUPTLANDZ PEST“, im Bildfeld datiert „1696“. Der sich konisch verbreiternde Griff mit flachem Abschluss sowie der Matrixrand leicht bestoßen. Durchmesser 2,6 cm, Höhe 5,8 cm. Provenienz: Britische Sammlung David Morris. 332416 II € 400 4369 Zunftsiegel der Lohgerber zu Hildesheim, deutsch, um 1700 Kräftige, aufwendig und tief geschnittene Matrix aus Messing mit umlaufendem Schriftzug „Lohgerber Ampts Siegel in Hildesheim“. Im Siegelfeld prächtiges Wappen mit Schlüsselhalter und weit ausladenden Ranken. Aus Buchenholz gestuft gedrechselter Griff mit schönem Kerbdekor und stellenweise Resten von fein geritzten geometrischen Verzierungen. Altersspuren und winzige Fehlstellen im Holz. Höhe 16 cm, Durchmesser der Matrix ca. 53 mm. Provenienz: Britische Sammlung David Morris. 332404 II € 600 4370 Zwei Stadtsiegel der Stadt Schotten, deutsch, datiert 1770 Kräftige, entlang des Randes stark eingezogene Matrix aus Messing mit tief geschnittenem Siegelfeld. Darin das verzierte und auf 1770 datierte Stadtwappen der Stadt Schotten, die Inschrift lautet: „STADT. UND. GERICHTS. SIEGEL. SCHOTTEN. AM. VOGELSBERG.“. Die gegenüberliegende Seite der Matrix bezeichnet „I. CHS. K. S. / B. M.“, auf dem kartuschförmig gearbeiteten Griff Widmung „SCHÜTZ. IÜDT. MEŸER / ZÜM. ANDE:“ (das Stück wurde wohl vom hessischen Herzog an einen besonders privile4368 4369 4370
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