220 | 5360 Harnisch eines Flügelhusaren, PolenLitauen, 2. Hälfte 17. Jhdt. Zischägge mit zweiteilig gearbeiteter Kalotte, umlaufend 19-fach kräftig gegratet. Im Scheitel vernietete blütenförmige Platte mit kleinem Knauf. Am unteren Rand umlaufend messingplattierte Futternieten. Vernieteter, spitz zulaufender Augenschirm mit gebördeltem Rand, verstellbares Nasal. Anhängende Wangenklappen mit gebördeltem Rand, tropfenförmiger Buckel mit gelochten Gehöröffnungen. Vernieteter, dreifach geschobener Nackenschirm mit Zierbesatz aus messingplattierten Nieten. Im Scharnier zu öffnender Kragen mit Messingrand und formal aufgelegtem Messingkreuz. Schwere, dreifach geschobene Kürassbrust mit kräftigem Mittelgrat und reichem Messig-Zierbesatz. Passende, dreifach geschobene Rückenplatte mit Messing-Zierbesatz. Große, sechsfach geschobene Schultern. Im Scharnier zu öffnende, kräftig gegratete Unterarmschienen mit MessingZierbesatz. Belederung teils erneuert. Auf modernem, eisernem Ständer montiert. Höhe ca. 85 cm, mit Ständer 165 cm. Die Flügelhusaren, auch Husaria genannt, waren eine aus den Husaren entwickelte polnisch-litauische Kavallerieinheit, die im 16. und 17. Jhdt. den Kern der polnisch-litauischen Armee bildete. Ihren bedeutendsten Sieg errang sie 1683 in der Schlacht am Kahlenberg, wo es ihr unter der Führung von König Johann III. Sobieski gelang, das Wien belagernde osmanische Heer vernichtend zu schlagen.
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