Los 6333

Chiffriermaschine "Enigma I", Seriennummer "A 10694", komplett mit Holzkasten

Deutsche Zeitgeschichte - Orden und Militaria ab 1919 | A82r | Präsenzauktion | 777 Lose

Zuschlag € 110.000

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Beschreibung

Drei Chiffrierwalzen aus Bakelit mit Aluminiumhandrad, darauf die Zahlen von 1 bis 26, Wehrmachtsabnahmestempel und die römischen Typenangaben "I", "IV" und "V". Maschine (in der Grundplatte gestempelt), Tastaturtreppe, Umkehrwalze und Holzkasten ebenfalls nummerngleich. Der hölzerne Transportkasten innen mit Gebrauchs-/Wartungshinweisen, Ersatzlampenleiste, Vorlagenhalter, Kontrastscheibe grün und zwei Ersatzkabeln. Gebrauchs- und Altersspuren, Walzenabdeckklappe beschädigt, die Kabel sind funktionsfähig, sollten aber ersetzt werden. Die Maschine wurde behutsam restauriert und ist in einem voll funktionsfähigen Zustand. Auf Wunsch kann ein passendes modernes Batteriemodul beschafft werden. Bei dieser Maschine handelt es sich um eine ENIGMA Typ I, wie sie 1929 bei der Wehrmacht eingeführt worden und mit nur geringen Änderungen, hauptsächlich Materialvereinfachungen, bis zum Kriegsende bei Heer und Luftwaffe im Einsatz gewesen ist. Etwa 24.000 Maschinen dieses Typs dürften hergestellt worden sein. Unser Exemplar mit der Seriennummer A10694 wurde 1940 bei der „Chiffriermaschinen Gesellschaft Heimsoeth und Rinke“ in Berlin hergestellt und als eine der ersten von insgesamt 760 Maschinen dieses Produktionsjahres ausgeliefert (die erste Maschine in 1940 trug die Seriennummer A10679). Charakteristisch sind für dieses Fertigungsjahr die 1937 eingeführte Umkehrwalze Typ B, die Auslieferung mit fünf Walzen statt wie vor Dezember 1938 nur drei, sowie das Vorhandensein von zehn Steckverbindungen (ab August 1939). Die Seriennummer befindet sich dabei nicht nur auf zwei aufgenieteten Aluschildern auf dem Gehäuse und im Holzkasten, sondern auch eingestanzt auf der Bodenplatte, und eingraviert in der Umkehrwalze und allen drei Walzen. Diese Tatsache kann nicht oft genug betont werden, denn Walzen unterlagen der besonderen Geheimhaltung, wurden in großer Zahl vernichtet und verblieben kaum jemals bei der zugehörigen Maschine. Von den ursprünglich ausgelieferten 12 Steckkabeln sind noch sechs Einsatz- und zwei Reservekabeln vorhanden. Die Lampen sind alle funktionsfähig. An der Walzenabdeckklappe ist eine kleine Ecke rechts vorne abgebrochen. Die Maschine wurde komplett durchgetestet und ist voll funktionsfähig. Walze 1 reagiert etwas empfindlich auf Temperatur- und Feuchteschwankungen, was die ungehinderte Bewegung einzelner Kontaktpins stören kann. Dieses kleine Manko ist allerdings leicht zu beheben. Alles in allem handelt es sich dabei um eine ausgesprochen seltene Maschine im nummerngleichen Originalzustand, wie sie weltweit wohl nur in einer Handvoll Exemplaren überlebt hat! Zustand: II Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Informationsstand: 13. Mai. Mit Genehmigung des Gesundheitsamtes dürfen sowohl Vorbesichtigung wie auch Auktion mit Publikumsbeteiligung stattfinden, allerdings mit Einschränkungen: bitte schauen Sie auf unsere Covid-19 Seite! Unsere Präsenzauktion „Deutsche Zeitgeschichte - Orden und Militaria ab 1919“ beinhaltet 779 Lose. Die Auktion startet am Freitag, den 29. Mai 2020 um 10:00 Uhr (Los-Nr. 6001 - 6779). Die Vorbesichtigung findet vom 21. bis 24. Mai 2020 in unseren Auktionsräumen am Bretonischen Ring 3 in 85630 Grasbrunn / München von jeweils 14 bis 18 Uhr (MEZ) statt. Vereinbaren Sie unbedingt vorher einen Termin, die Anzahl der Besucher unterliegt Einschränkungen! Bringen Sie Ihre Lieblingsschutzmaske mit, andernfalls werden wir Sie gerne mit einer einfachen Variante ausstatten.