Los 297

Flieger-Selbstlade-Karabiner15 (Mondragon)

Schusswaffen des 19. und 20. Jahrhunderts | A81s | Präsenzauktion | 584 Lose

Beschreibung

Kal. 7x57, Nr. 1008, Blanker Lauf, Länge 63,5 cm, Hauptteile nummerngleich, Beschläge und Kleinteile ohne Nummer. Nichtbeschußbescheinigung für Sammler. Brünierung von Lauf, System und Abzugsblech mit Magazin nahezu vollständig erhalten, Bedienteile und das Drehzylinder-Verschlusstück weiß poliert. Visierung ist als Klappen-Rahmenvisier mit Einteilung von 400 bis 2000m ausgeführt. Zehnschüssiges Kastenmagazin. Gasdrucklader, mit Umschaltmöglichkeit der Gasentnahme, sodass die Waffe als Repetierer funktioniert. Schaft aus Nussholz, mit den üblichen Gebrauchsspuren, keine grösseren Dellen oder Risse, äusserlich unnummeriert, mit eiserner Kolbenkappe. Gesamtlänge des Karabiners 116 cm. Bei der Waffe handelt es sich um eine Rarität ersten Ranges, hergestellt bei der Firma SIG in Neuhausen als Modell 1908, in einer Stückzahl von ca 4000. Davon wurde aber nur ein kleiner Anteil von ca 400 Stück an den Auftraggeber Mexico ausgeliefert, die Revolutionswirren bzw ausbleibende Bezahlung verhinderten die Auslieferung der restlichen Gewehre. Die verbliebenen Waffen wurden zu Beginn des ersten Weltkrieges größtenteils durch das Deutsche Reich zur Bewaffnung der Flugzeug und Ballonbesatzungen aufgekauft. Modifiziert wurde der Karabiner durch Anbringen einer Sicherungsschraube für die Gehäuseverschlusskappe, einer weiteren Schraube am Umschalthebel der Gasentnahme (verhindert ein unbeabsichtigtes Umschalten auf Repetierfunktion) sowie Einbau einer rechteckigen, geriffelten Entriegelungssperre im Ladehebel. Die augenscheinlichste Ergänzung aber war das extra gefertigte, 30-schüssige Trommelmagazin, das nach Abnahme des Kastendeckels mit Zubringer (ähnlich Mod. 98) angesteckt werden konnte. Durch diese Modifikationen wurde aus dem Modell 1908 der Flieger-Selbstlade-Karabiner M15 Mondragon. Die beim Modell 1908 vorhandene dreizeilige Beschriftung auf dem Gehäuseoberteil und das mexikanische Staatswappen auf dem Hülsenkopf sind nicht (mehr) vorhanden. Typisch für die deutsch geänderten Waffen war auch eine Nummerierung am Schaft links neben dem Magazinkasten, hier die Nummer "81.65". Sehr gefragt war die Waffe wegen der starken Störanfälligkeit nicht. Die Bewaffnung der Flugzeuge mit Maschinengewehren machte die Büchse schließlich ab Mitte 1917 obsolet. Achtung - Erlaubnispflichtig / Attention - For this gun we will need to obtain an export license for you, based on your import permit (if needed in your country) or through your firearms dealer. Zustand: I - II Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Die Auktion „Schusswaffen des 19. und 20. Jahrhunderts“ beinhaltet 584 Lose und beginnt am Montag, den 30. März 2020 um 10:00 Uhr (MEZ). Losnummer: 1 - 584. Die Vorbesichtigung findet vom 19. - 20 März 2020, und 26. - 29. März 2020 statt.