Los 2106

Ein Paar seltene Steinschloss-Repetierpistolen, Emanuel Wetschgin in Augsburg, um 1715

Schusswaffen aus fünf Jahrhunderten | A90s | Präsenzauktion | 874 Lose

Zuschlag € 23.000

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Beschreibung

Achtkantige, in rund übergehende Läufe mit kräftig gestauchten Mündungen. Siebenfach gezogene Seelen im Kaliber 10,2 mm. Eingeschobene Messingkorne. Rahmen aus Messing, auf der Oberseite fein gravierte Signaturen "Fecit et invenit Wetschgi Augustae". Steinschlösser mit gravierten Messingschlossplatten und kastenförmigen, selbstfüllenden Pfannen. An der Schlossgegenseite eiserne Schwenkhebel, die Handhaben in Form von Drachen gearbeitet. Leicht verschnittene Halbschäfte aus Nussbaumholz mit glatten Messinggarnituren. Die Kolbenkappen mit reliefierten Maskarons aufklappbar, darunter Füllstutzen für Pulver und Kugeln. Auf den Abzugsbügeln jeweils graviert "No. 28". Länge je 51,5 cm. Seltenes Repetiersystem, dessen Erfindung um 1680 wohl Michele Lorenzoni in Florenz zuzuschreiben ist und das von Wetschgin geringfügig verbessert wurde. Durch das Umlegen des Ladehebels werden der Kammer Pulver und Kugel zugeführt. Gleichzeitig wird der Hahn gespannt und die Pfanne mit Zündpulver versehen. Ein ähnliches, ebenfalls von Wetschgin gefertigtes Paar befindet sich in der Sammlung des Armeemuseums Ingolstadt. Die Büchsenmacherfamilie Wetschgin (Wetschgi) arbeitete von ca. 1690 - 1740 in Augsburg. Hier handelt es sich vermutlich um eine Arbeit von Emanuel Wetschgin, der 1714 - 1728 nachgewiesen ist. Vgl. Stöckel, S. 1372.

Provenienz: Sammlung Dr. & Mrs. Jerome Zwanger, Christie's, London, Auktion 7291 Los 10.

Zustand: II Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Diese Auktion startet am Mittwoch, den 24. Nov. 2021 um 10:00 Uhr (Los-Nr. 2001 - 2876). Die Vorbesichtigung findet vom 15. - 20. Nov. 2021 in unseren Auktionsräumen am Bretonischen Ring 3 in 85630 Grasbrunn / München von jeweils 11 bis 17 Uhr (MEZ) statt.