Los 731

Teilvergoldete frühchristliche Silbervase, 5. - 6. Jhdt.

Kunst und Kunsthandwerk, Asiatika, Antiken | A90kua | Präsenzauktion | 876 Lose

Beschreibung

Seltene und aufwendig mit frühchristlichen Symbolen verzierte silberne Vase von hoher künstlerischer Qualität. Zentral um den Bauch miteinander verbundene große und kleine Medaillons. Die kleineren mit Kreuzen gefüllt, in den größeren abwechselnd das Chi-Rho mit Alpha und Omega, ein Schaf und ein Pfau. Die Symbole sind im Halbrelief vor vergoldetem Hintergrund gearbeitet. Das Chi-Rho war das zentrale und seit dem 4. Jhdt. weithin verbreitete christliche Symbol. Das Schaf soll möglicherweise auf Jesus verweisen, das "Lamm Gottes". Der Pfau war in frühchristlicher Zeit noch positiv besetzt: er galt als Paradiesvogel und Symbol des Himmels, der Seligkeit und des Glücks. Die Ansicht war verbreitet, dass sein Fleisch nicht verwesen würde, und so symbolisierte er Auferstehung und Unsterblichkeit. Am Fuß und am Übergang von der Schulter zum Hals jeweils ein vergoldeter laufender Hund. Intakt mit wenigen Bestoßungen. Auf der Unterseite des Fußrings antike Einkerbung, wohl zur Materialprüfung. Höhe 30,5 cm. Maximaler Durchmesser ca. 16 cm. Gewicht 1114 g. Das Gefäß kann mit hochrangigen Silbergefäßen der spätantiken Toreutik verglichen werden.

Provenienz: Aus der Sammlung eines süddeutschen Altphilologen, von diesem erworben in den 1950er/1960er Jahren. Dann weiter in Familienbesitz.

Zustand: II Fragen zum Los?

Allgemeine Informationen

Diese Auktion startet am Montag, den 22. Nov. 2021 um 10:00 Uhr (Los-Nr. 1 - 879). Die Vorbesichtigung findet vom 15. - 20. Nov. 2021 in unseren Auktionsräumen am Bretonischen Ring 3 in 85630 Grasbrunn / München von jeweils 11 bis 17 Uhr (MEZ) statt.